Es ist ein Angebot, das Dirk Hartig nicht abschlagen kann: Aus dem Stühlinger Krankenhaus kann ein Generator abgeholt werden, der den Vorsitzenden der Engener Hilfsorganisation Pro Humanitate in Begeisterung versetzt. Die große Maschine hat eine Leistung von 120 Kilowatt und wird dringend gebraucht: Im Krankenhaus der Stadt Calarasi in der Republik Moldau, dem Einsatzgebiet von Pro Humanitate, ist man derzeit mehr denn je auf Unterstützung im Bereich Stromversorgung für die Versorgung der Patienten und Operationen angewiesen.

Schon vor dem Angriffskrieg Putins auf das Nachbarland Ukraine war die Republik Moldau, eines der ärmsten Länder in Europa, vom Gasimport Russlands abhängig. Nun sollen die Lieferungen gedrosselt werden. „Man zahlt dort bereits jetzt den fünffachen Preis“, so Hartig. Die Bombardierung ihres Nachbarlandes führe in der Republik Moldau zu „massiven Stromausfällen“.

Auch Gymnasium hilft

Moldau hat Hunderttausende Flüchtlinge aufgenommen, darunter viele Verletzte, die in den Krankenhäusern versorgt und operiert werden müssen: „Schuss- und Gesichtsverletzungen, Brüche, Verbrennungen“, zählt Dirk Hartig die Leiden auf, mit denen die Mediziner bei den Ukrainern konfrontiert sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Hilfsorganisationen bemüht sich um Nahrung, Obdach, Kleidung und Infrastruktur für die Bevölkerung. Jüngst wurden zahlreiche Pflegebetten verladen. Kleiderspenden warten in der Halle in Engen auf ihren Weitertransport und das Engener Gymnasium sammelte Lebensmittelspenden.

Dirk Hartig stellt die Arbeit vor

Auch der Generator soll möglichst bald seine neue Arbeit in Calarasi antreten. Allerdings muss das Gerät mit professioneller Hilfe abgebaut werden. Für die Bezahlung der Experten benötigt Pro Humanitate dringend finanzielle Unterstützung.

Über die Arbeit der Engener Hilfsorganisation berichtet Dirk Hartig auf Einladung des Bildungswerks der Seelsorgeeinheit Oberer Hegau am Freitag, 2. Dezember, um 19 Uhr im Katholischen Gemeindezentrum. Der Eintritt ist frei.