Wer hat sich bei der Nutzung eines Linienbusses schon einmal gefragt, ob er sich vorbildlich verhält? Viele Erwachsene sind dabei mehr oder weniger nachlässig und handeln oft unüberlegt.

Gefahrenquellen rund um Busse

Die Schüler der Grundschule Welschingen wurden deshalb im Rahmen eines Präventivtages von Polizisten darin geschult, Gefahrenquellen im und rund um den Bus zu erkennen und sich vorschriftsmäßig zu verhalten. Dazu hatte das Busunternehmen Jörg Schmidbauer extra einen Schulbus zur Verfügung gestellt, in und mit dem richtiges Verhalten geübt wurde. 

Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis für die Schüler war die Demonstration der toten Winkel. Dabei verschwinden für den Busfahrer die 26 Kinder im Rückspiegel total.
Ein besonders eindrucksvolles Erlebnis für die Schüler war die Demonstration der toten Winkel. Dabei verschwinden für den Busfahrer die 26 Kinder im Rückspiegel total. | Bild: Jürgen Waschkowitz

„Täglich werden Tausende von Schülern mit Bussen von ihren Heimatorten in die Schulen gefahren“, sagte Schulleiter Markus Oppermann. „Und sie sind dabei unzähligen Gefahren ausgesetzt, die sie meist selbst nicht einschätzen können. Zwar werden sie immer wieder, oft leider nur theoretisch, darüber informiert. Geübt oder direkt vorgeführt werden ihnen diese Gefahrenquellen aber meist selten oder nur wenig beeindruckend“, bedauerte der Schulleiter.

Firma stellt Bus kostenlos zur Verfügung

Deshalb habe er sich vorgenommen, diesem Thema zwei ganze Tage zu widmen. Lobend erwähnt Oppermann dabei zwei Dinge, die diese Aktion erleichtert hätten: „Die Polizistin Nicole Minge hat eine Tochter an der Schule, so war der Weg zur Polizei kurz. Und ganz wichtig war, dass die Firma Schmidbauer uns für die Schulung einen Bus unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat. Ganz herzlich Dank dafür.“

Den richtigen Ton und das pädagogische Geschick zeigte Polizeihauptwachtmeister Willi Schmidberger, der unermüdlich und mit unendlicher Geduld mit jeder Klasse die Gefahrenquellen besprach, das Verhalten und die Sitzordnung üben ließ und sich besonders den toten Winkeln um den Bus herum widmete.

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Natürlich gehörte zur Belohnung für die Schüler auch eine Rundfahrt um die Schule. Beeindruckend dabei war das eingebaute plötzliche Bremsen mit seinen Folgen. „Für unsere Schüler war es ein besonderes Erlebnis, sie haben viel gelernt und werden es hoffentlich in Zukunft anwenden“, so das Fazit des Schulleiters.