Nächste Woche geht es los: Der Gemeinderat von Bodman-Ludwigshafen hat die ersten Arbeiten für die Erneuerung des Stegs am Fuß der gesperrten Marienschlucht vergeben. Die Firmen beginnen zeitnah, da sie aufgrund der Winterruhe der Fledermäuse nur bis zum 31. Oktober Zeit haben. Es geht zunächst um den Abbau des maroden Stegs und das Einschlagen der neuen Dalben, wie Bürgermeister Matthias Weckbach in der Sitzung am Dienstagabend erläuterte.

Eigentlich hatte die Gemeinde den Bauantrag bereits Ende des vergangenen Jahres eingereicht, aber in den Sitzungen vor der Sommerpause hatte Weckbach erklärt, dass es noch keine Nachricht dazu gebe. Nun sagte er: „Wir haben einen Antrag auf vorzeitige Zulassung gestellt, weil wir die Dalben nur bis Ende Oktober einbringen können.“ Das Investitions-Erleichterungsgesetz helfe hier. Dieses habe eine Grenze von 100.000 Euro beim Investitionsbetrag, was netto mit dem günstigsten der Angebot auch zu erreichen sei, erläuterte Weckbach.

Arbeiten kosten rund 107.900 Euro brutto

Die Gemeinde habe insgesamt vier Firmen angeschrieben. Der günstigste Bieter war die Firma Rettich aus Bodman mit rund 107.900 Euro brutto. Der Gemeinderat beschloss die Vergabe einstimmig. Alessandro Ribaudo (CDU) erkundigte sich lediglich, ob das Geld im Haushalt eingestellt sei. Weckbach bejahte. Die Summe sehe nun aber etwas anders aus. Für dieses Jahr würden die Geldmittel reichen.

Die Firma Rettich werde mit den Firmen Salzmann und Hildebrand zusammenarbeiten, aber dabei federführend sein. Weckbach war froh, dass das so klappt, denn die Firma Salzmann hätte im kommenden Jahr eher nicht zur Verfügung gestanden, da sie einen Großauftrag beim Umbau der Bregenzer Festspiele habe. Außerdem sagte er, dass die Firma Rettich bereits mit dem Steg vertraut sei.

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Gesamtgenehmigung steht noch aus

Es herrscht weiter die Hoffnung, dass die Gesamtgenehmigung bald kommt. Dann könne auch zeitnah das nächste Los der Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden, so Weckbach. Er hob auch nochmal deutlich den Grund hervor, warum die Eile beim Neubau herrscht: „Der Steg ist für eventuelle Rettungseinsätze wichtig.“ Daher müsste die neue Anlegestelle schnellstmöglich nach dem Abbau des maroden Stegs gebaut werden. Außerdem wird der Steg zur Anlieferung von Baumaterial für die Sanierung der Uferwege und Schlucht gebraucht. Das Zeitfenster für den Neubau wäre nur bis Ende Dezember, da dann unter anderem die Balz- und Brutzeit des geschützten Kolkrabens beginne, so Weckbach.

Der neue Steg soll so gebaut werden, dass Schiffe parallel zum Ufer anlegen können, also anders als früher. Außerdem soll später während der Saison ein Kioskboot mit Toilette am Steg liegen. Er wird auch zu beiden Seiten mit Geländern gesichert sein.

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