Konkrete Vorhaben und eine Vorratsplanung für Jahrzehnte stehen hinter Entscheidungen des Gemeinderats für Bebauungspläne in beiden Ortsteilen. Das Neubaugebiet „Kapellenäcker II“ in Bodman soll auf jeden Fall in absehbarer Zeit kommen. Beim Areal „An der Bergstraße“ in Ludwigshafen geht es zunächst um ein darin enthaltenes Grundstück für die Anschlussunterbringung. Die Gemeinde macht sich in beiden Bereichen noch den bis Ende Dezember geltenden Paragrafen 13b des Baugesetzbuchs zunutze. Mit diesem kann dringend benötigter Wohnraum schneller geschaffen werden.

Bodman braucht ein Baugebiet

Während es in Ludwigshafen das Neubaugebiet Haiden gibt, hat Bodman keine Reserven, aber eine hohe Nachfrage nach Bauplätzen. Deshalb hat der Gemeinderat das Neubaugebiet „Kapellenäcker II“ mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Die Fläche liegt zwischen dem Ortseingang von Bodman und dem Weilerkapellen-Parkplatz.

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Da dort an der Kaiserpfalzstraße große Birnbäume stehen, meldete sich ein Bodmaner bereits in der Bürgerfrageviertelstunde zu Wort. Er sprach sich dafür aus, die Bäume zu berücksichtigen und wies darauf hin, dass einer davon ein Naturdenkmal sei.

Separater Plan für Parkplatz

Eigentlich hat die Verwaltung auch die Erweiterung des Weilerkapellen-Parkplatzes im Auge, doch Hauptamtsleiter Stefan Burger erklärte in der Sitzung, dass dafür ein separater Bebauungsplan erstellt werden müsse: „Paragraf 13b gilt nur für die Schaffung von Wohnraum.“ In Hinblick auf die Birnbäume sagte er, dass die Idee eines Kreisels zur Anbindung des Gebiets weggefallen sei, da sonst die Bäume entfernt werden müssten. Laut des Planentwurfs sind im vorderen Bereich von „Kapellenäcker II“ Mehrfamilienhäuser angedacht. Am Hang hinauf wären dann Straßen mit kleineren Häusern. Es solle dann allerdings nicht zuviel auf einmal verkauft werden, damit die Gemeinde Reserven habe.

Planung für Ludwigshafen auf lange Siche

Für den Bebauungsplan „An der Bergstraße“ am Ortseingang von Ludwigshafen aus Richtung Stockach formulierte Bürgermeister Matthias Weckbach ganz klar, was die Gemeinde möchte: „Es geht um die Rechtsposition, aber nicht um das nächste Baugebiet.“ Dort könne vielleicht in 20 Jahre gebaut werden. „Unsere Nachfolger können vom Bebauungsplan ‚An der Bergstraße‘ profitieren.“ Er nannte dessen Erstellung deshalb eine Vorratsplanung. Nur das Grundstück, das der Gemeinde gehört, werde definitiv für die Anschlussunterbringung baldmöglichst bebaut.

Alessandro Ribaudo (CDU) wies darauf hin, dass es wichtig sei, das auch so zu kommunizieren. Nicht, dass jemand denke, er könne dort zeitnah bauen. Im Ratsbeschluss formuliert es die Verwaltung nun als „Sicherung des Gebiets für den zukünftigen Bedarf“.

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Deshalb plädierte Weckbach auch für das Vorausdenken. So solle bei „An der Bergstraße“ gleich bedacht werden, dass Straßenstümpfe richtig für das danebenliegende Gebiet „Aufgehender“ platziert werden, das irgendwann ebenfalls ein Baugebiet werden könnte. Deshalb soll parallel zur Arbeit am Bebauungsplan „An der Bergstraße“ auch eine Straßen-Konzeptplanung für „Aufgehender“ laufen. Weckbach nannte als Beispiel das Gebiet Steinäcker in Bodman,für das der damalige Gemeinderat vor mehreren Jahrzehnten so geplant hatte, dass es Straßenstummel gab, die später für ein Baugebiet genutzt werden konnten.

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