Viele Spielgeräte, eine Sitztreppe am Brunnen und ein Platz zum Kicken: Dies und mehr sind Ideen für den Außenbereich der Bodmaner Grundschule. Helmut Hornstein vom Planungsbüro Hornstein stellte dem Gemeinderat und anwesenden Bürgern, darunter auch eine Elternvertreterin, einen Entwurf vor.

Bürgermeister Matthias Weckbach schickte dabei gleich voraus: „Wir haben den Eltern versprochen, dass sie sich einbringen können.“ Das soll in der weiteren Planung auch so sein. Das Thema sei bereits jetzt auf der Tagesordnung, da die Verwaltung bereits die Arbeiten ausschreiben möchte. „Es ist auch unser Wunsch, dass es nach den Handwerkerferien losgehen kann“, sagte Weckbach.

Sitztreppe am Brunnen

Hornstein erläuterte, dass der barrierefreie Weg, der momentan neben der alten Treppe zum Kindergarten in einer Kurve laufe, geändert werden solle. „Wir möchten auch gerne etwas mit dem Brunnenplatz machen“, sagte er. Die Idee ist eine Sitztreppe dort, wo momentan eine riesige Tanne steht. Das schaffe eine ganz neue Aufenthaltsqualität, so Hornstein.

Weckbach ergänzte: „Es wäre eine städtebauliche Aufwertung und sieht richtig gut aus.“ Zudem steht die Idee von Kurzzeitparkplätzen an der Straße für Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen, im Raum. Hinter der Schule ist außerdem ein ruhiger Sitzaufenthaltsbereich geplant.

Großer Wunsch nach Bolzplatz

Die zusammengetragenen Wünsche, so Hornstein, beinhalten ein grünes Klassenzimmer, einen Schulgarten, Bereiche zum Klettern und Spielen, einen geschützten Bereich für Fußball und Basketball sowie viele unterschiedliche Sitzgelegenheiten. „Es ist ein heißer Wunsch bolzen zu können, ohne Bällen auf die Straße nachrennen zu müssen“, erzählte er.

Der Planungsentwurf sah daher ein Spielfeld zwischen Schulgebäude und Kindergarten-Anbau vor, an dessen offenen Seiten sowie den wenigen Fenstern Netze wären. Hier brachte Christoph Leiz (Grüne) Bedenken auf, da dort im Kindergarten der neue Schlafraum für die Kinder ist. Auch Michael Koch (CDU) fand den Sportbereich zwischen den Gebäuden „etwas unglücklich“.

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Im abschüssigen Teil zwischen Schule und Straße soll nah am Gebäude eine Terrasse mit Pergola und einer langen Sitzstufe als grünes Klassenzimmer entstehen. Auf einer Terrasse weiter unten sind Spielflächen mit Fallschutzbelag vorgesehen. „Die Aktionsterrasse ist das Herzstück“, sagte Hornstein über das Schulgelände. Die Schule habe sich zum Beispiel eine Vogelnestschaukel gewünscht, sagte er.

Bodentrampolin kam nicht gut an

Zu einem möglichen Bodentrampolin warf Weckbach auf, dass dann tägliche Kontrollen notwendig wären. Er riet deshalb davon ab. Gabriele Zwisler (FDP) warf ein, dass ohnehin viele ein Trampolin im Garten stehen hätten. Alessandro Ribaudo (CDU) riet beim Thema Spielgeräte dazu, zu schauen, welche in Ludwigshafen wirklich von Kindern benutzt werden, um nichts Unnötiges anzuschaffen.

Unter dieser Aktionsterrasse soll der barrierefreie Weg zum Kindergartengelände verlaufen. Außerdem sind zwischen Fußweg und Gehweg die Hochbeete für den Schulgarten angedacht.

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Christoph Leiz fand nicht gut, dass am Rand des hinteren Schulhofbereichs Parkplätze wären. Sonja Hildebrand (Freie Wähler) sah die Stellplätze dort gegenüber eines geplanten Sitzbereichs als gefährlich an. Da im Schulgebäude allerdings Wohnungen sind, seien Stellplätze vorgeschrieben, warf Robert Herrmann (CDU) ein.

Debatte um Fallschutzbelag

Das Gremium diskutierte über den Belag der Aktionsterrasse, da der allwettertaugliche Fallschutz teurer als Sand oder Holzschnitzel wäre. Michael Niehl (Freie Wähler) hätte in Hinblick auf Nachhaltigkeit lieber wenig Kunststoff. Hornstein erläuterte, dass die oberste Schicht abgefräst und recycelt werden könnte. Und Weckbach erklärte, dass Holzschnitzel wegen Pilzen und bei Nässe problematisch wären, Sand wie Schmirgelpapier in der Schule wäre und Kies laut sowie im Sommer heiß wäre. „Ich glaube, dass Fallschutz deshalb das Beste ist“, so Weckbach. Klaus Gohl (Freie Wähler) pflichtete ihm aus Erfahrung bei: „Lieber jetzt nicht sparen und dauerhaft wenig Unterhaltungskosten haben.“

Alwin Honstetter (CDU) wies auch auf freilaufende oder wild lebende Tiere und das Thema Hygiene hin. Das Schulgelände soll zwar offen sein, so Weckbach, aber mögliche Absperrungen sollen leicht nachrüstbar sein. Der Kindergarten wiederum habe einen Zaun, weil dort Kleinkinder im Außenbereich spielen.

Das Gremium entschied sich am Ende der Planung mit folgenden Eckpunkten zuzustimmen: Fallschutzbelag, Kurzzeitparkplätze an der Straße, Prüfung der Parkplätze hinten und das Finden eines anderen Standorts für den Bolzplatz. Als nächstes werden die Wünsche der Eltern einbezogen.

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