„Ostern mit den Kindern spielerisch entdecken“, möchte der evangelische Pfarrer Frank-Uwe Kündiger. Dafür will er Stationen aus dem wichtigsten Lebensabschnitt von Jesus Christus darstellen und ruft zum Mitmachen auf. Auf dem Höhrenberg soll dafür ein Familien-Osterweg entstehen.

Daran beteiligen wollen sich auch Marion Schweiker und ihre Kinder Emil und Emma: „Wir sind dabei, weil es Spaß macht“, erklärt die Mutter. Sie ist begeistert davon, dass Kinder in die Aktivitäten mit eingebunden werden. „Dass Pfarrer Kündiger immer so innovative Ideen hat, das finden wir prima“, lobt sie. Geplant sei eine Szenerie zum Palmsonntag, die den Einzug nach Jerusalem darstellen soll.

Geschichten zum Heilwerden

Als Gestaltungsrahmen hat Pfarrer Kündiger große, stabile Großmarkt-Obstkisten vorgesehen. Als denkbares Thema schlägt er die Begegnung mit dem blinden Bartimäus in Jericho vor. „Oder jene Räuberpistole von einem Überfall und unverhoffter Hilfe“, erzählt er. Es sollen Mutmach-Geschichten vom Heilwerden und von eingelöster Humanität sein.

„Frauengeschichten voll Zärtlichkeit und Anmut wie jene Salbung Jesu‘ in Bethanien: Nardenduft als sündhaft teure Geste inniger Zuneigung. Den Jüngern noch 2000 Jahre lang peinlich“, erläutert er. Oder der eskalierende Konflikt mit Religionsbehörden und Establishment in Jerusalem. Dazu gehöre auch „der leidenschaftliche Abschied von den besten Freunden, die später aus Angst die Freundschaft verraten“.

Freundschaft, Vertrauen, Tragödie

„Es können Episoden sein von Freundschaft und Vertrauen, von Brot und Wein und geteiltem Leben. Und schließlich die nicht mehr abwendbare Tragödie des Karfreitags. Immer wieder sind es Frauen, die standhalten, in der Krise Stärke beweisen, Trauer und Erschütterung aushalten. Und schließlich als Erste etwas ahnen von diesem ungeheuren Durchbruch des Lebens, den das Neue Testament Auferstehung nennt“, erläutert Frank-Uwe Kündiger.

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Die Geschwister Pauline (8 Jahre) und Karlotta (6) beteiligen sich ebenfalls. „Ich mache mit, weil ich gerne fotografiere und bastle“, erzählt Pauline. „Ich bastle gerne in der Schule“, sagt Karlotta schüchtern. „Auf jeden Fall nicht basteln“, sagt der zehnjährige Emil und streckt die Zunge raus. „Er ist der Mann fürs Grobe“, fügt seine Mutter scherzend hinzu. „Mit Holz arbeite ich gern“, sagt Emil.

Seine Schwester Emma (12) macht mit, weil sich die Aktion toll findet. „Mama, töpfern wir die Figuren?“, fragt sie. „Eine gute Idee“, unterstützt sie Pfarrer Kündiger. Laurenz (8) hat bereits zu Weihnachten einschlägige Erfahrungen beim Bau des Stalls gesammelt. „Ich habe dabei mit geholfen. Ich arbeite gerne mit Holz“, sagt er.

Wer bei der Gestaltung des Osterwegs auf dem Höhrenberg mitmachen möchte, kann sich unter (0 75 33) 63 10 oder per E-Mail an frank-uwe@kuendiger.net bei der Evangelischen Kirchengemeinde Allensbach melden.