Das Hin und Her um den vom Landkreis geplanten Radweg von Kaltbrunn bis zum Wildpark geht in die nächste Runde. Nun sei wieder eine neue Variante im Gespräch, nämlich der teilweise Ausbau der Straße, wie der Allensbacher Bürgermeister Stefan Friedrich im Gemeinderat berichtete.

Letzterer und der Kaltbrunner Ortschaftsrat hatten im Herbst zwar der Radwegführung teilweise durch den Wald zugestimmt, obwohl sie lieber eine durchgängige Trasse entlang der Straße gehabt hätten. Zugleich hatten die örtlichen Gremien aber gefordert, dass der Abschnitt vom westlichen Ortsende Kaltbrunns bis zum Waldbeginn nördlich der Kreisstraße weniger Fläche im Feld verbrauchen sollte. In diesem Bereich soll der Weg laut Planung einige Meter von der Straße abgerückt sein.

Landkreis macht einen Gegenvorschlag

Nun heißt es in der Antwort des Landratsamts (LRA) auf dieses Anliegen, dass aus technischer Sicht eine Reduzierung des Flächenverbrauchs leider nicht möglich sei. „Die gewählten Abstände und Breiten sind nach den Richtlinien und Vorschriften bereits Mindestabstände und müssen sich an dem künftigen Ausbau der Kreisstraße orientieren“, begründet das LRA.

Zugleich bietet es aber als mögliche Lösung an, im Zuge des Radwegbaus in dem besagten Abschnitt den Ausbau der Kreisstraße vorzuziehen. Nach Zustimmung der Gemeinde könnten dann noch offene Finanzierungsfragen geklärt werden und die technische Planung beginnen. Eine Umsetzung der gesamten Baumaßnahme wäre aber voraussichtlich nicht vor 2023 möglich, so das LRA.

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Der Bürgermeister erklärte, er wolle diese neue Idee im Januar im Gemeinde- und im Ortschaftsrat diskutieren lassen. Friedrich meinte aber bereits, bei einem Ausbau der Straße in diesem Abschnitt könnten Radler auch weiter vom Müllerhof bis zum Waldrand auf der dann breiteren Straße fahren. Das hätte den Vorteil, dass weniger Fläche verbraucht würde und die Kosten für den Radwegbau geringer wären.