Die Neugestaltung der Schiffslände ist zwar in absehbarer Zeit noch nicht vorgesehen. Zumindest steht sie nicht in der Finanzplanung der kommenden Jahre. Doch nachdem der Gemeinderat nach einem Architektenwettbewerb einen Sieger gekürt hat, bekommt dieses Büro nun den Auftrag, eine Vorplanung zu machen.

Bürgermeister Stefan Friedrich erklärte, es gehe nur darum, den Entwurf zu konkretisieren, die Genehmigungsfähigkeit zu prüfen und um eine Kostenschätzung. Auf dieser Basis könne der Gemeinderat dann diskutieren, was er alles umgesetzt haben möchte.

Radweg ja oder nein?

Ein Streitpunkt ist das Thema Radweg ja oder nein. Und das Projekt mit dem Namen „Mitte(n) am See“ könnte dann auch irgendwann in Abschnitten umgesetzt werden. Der Bereich nördlich der Bahn, also von Brunnengasse bis Bahnhof, sei zwar im Wettbewerb als Ideenteil ebenfalls abgefragt worden, werde aber vorerst nicht weiter angegangen.

Diesen Weg sieht der Planer des Siegerentwurfs als zentrale Achse bei der Neugestaltung der Allensbacher Lände: Hier soll ein Steg hinaus auf den See führen.
Diesen Weg sieht der Planer des Siegerentwurfs als zentrale Achse bei der Neugestaltung der Allensbacher Lände: Hier soll ein Steg hinaus auf den See führen. | Bild: Thomas Zoch

Das Honorar für die Vorplanung betrage rund 32.200 Euro, sagte Friedrich, doch die Gemeinde bekomme vom Land voraussichtlich 19.300 Euro Zuschuss.

Zustimmung und Kritik aus dem Rat

Pius Wehrle (Freie Wähler) meinte, wenn man diesen Zuschuss bekomme, mache man nichts falsch, sonst hätte man sich den Architektenwettbewerb sparen können. Und der Gemeinderat habe sich für diesen Entwurf mit Wegen auf Stegen übers Wasser und geschwungenen Elementen entschieden. Tobias Volz (SPD) meinte: „Wir müssen mal zu Potte kommen.“ Mit der Vorplanung werde wenigstens der nächste Schritt gemacht.

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Kritik kam von Doris Hellmuth (Bunte Liste). Diese Vorplanung ergebe keinen Sinn, weil zuvor der Gemeinderat festlegen sollte, was er will. Und einen zusätzlichen Steg, wie im Entwurf vorgesehen, werde die Gemeinde vermutlich ohnehin nicht genehmigt bekommen. Franz Scheppe (CDU), der sich gegen einen Radweg ausgesprochen hat, meinte, da unklar sei, wann dieses Projekt umgesetzt werde, sei dies vergeudetes Geld. „Wir geben für viel Blödsinn viel Geld aus.“ Der Gemeinderat stimmte bei drei Nein-Stimmen für die Beauftragung.