In dem von Nicola Schurr unterzeichneten Antrag beantragen die Genossen angesichts der täglichen Flüchtlingsdramen auf dem Mittelmeer, dass der Gemeinderat, „wie bereits viele ander Städte“, die private Initiative „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ unterstützen und Villingen-Schwenningen als sicheren Hafen deklarieren solle. OB Jürgen Roth (CDU), so fordert die SPD weiter, solle zugleich der Bundesregierung anbieten, dass die Stadt VS zusätzliche Geflüchtete, die im Mittelmeer in Seenot geraten sind, aufnehme.

Der Gemeinderat VS soll nach diesem Antrag zugleich an die Bundesregierung appellieren, sich verstärkt für die Bekämpfung von Fluchtursachen, für eine gerechtere Einwicklungshilfe und für die Seerettung im Mittelmeer einzusetzen.

Die Organisation Seebrücke ist eine internationale zivilgesellschaftliche Initiative, die sich ab 2018 formiert hat, um gegen die europäische Abschottungspolitik sowie insbesondere gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung im Mittelmeer zu kämpfen. Die Akteure fordern die Politik auf, sichere Fluchwege zu schaffen.

Viele deutsche Städte und Gemeinden haben sich bereits per Gemeinderatsbeschlüsse als „Sicheren Hafen“ deklariert und bieten geretteten Bootsflüchtlingen eine Aufnahme an. Dazu gehören beispielsweise Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe oder Konstanz.