Der VCD hat exemplarisch drei Haltestellen in Villingen-Schwenningen untersucht. Begleitet wurden die Vertreter des Bundesverbands, Alisa Raudszus und Philipp Kosok von Anita Sperling-Fleig, Fabian Wagner und Ekkehard Hausen vom Regionalverband Schwarzwald-Baar-Rottweil.

Neben der Haltestelle am Romäusring waren dies der Busbahnhof in Villingen und die Haltestelle Harzerstraße in Schwenningen. Ein Abschlussbericht geht an den Regionalverband, der die Ergebnisse in die politischen Gremien einbringen soll.

  • Villinger Busbahnhof: 66 von 100 möglichen Punkten hat der Villinger Busbahnhof erhalten. Unter anderem, weil ein taktiles Leitsystem Sehbehinderten den Weg weist und an den einzelnen Haltestellen die Fahrpläne hängen. „Das ist bei Weitem nicht selbstverständlich“, sagt Philipp Kosok. Potenzial sieht der VCD bei den Orientierungshilfen für Menschen, die nicht regelmäßig Bus fahren. Sie finden sich auf Anhieb nicht gut zurecht. Außerdem könnte ein akustisches Infosystem für Sehbehinderte nachgerüstet werden, um gemeinsam mit dem taktilen Leitsystem Orientierung nach dem Zwei-Sinnes-Prinzip zu bieten.
  • Haltestelle Romäusring: Mehr Platz für Bus und Menschen, lautet hier die zentrale Forderung. Da der Weg über die Kreuzung umständlich und die Unterführung dunkel ist, wird hier eine näher gelegene, sichere Querungshilfe empfohlen. Mit 52 Punkten ist die Haltestelle die am schlechtesten bewertete.
  • Haltestelle Harzerstraße: 55 von 100 möglichen Punkten hat die Haltestelle in der Harzerstraße erhalten. Kritikpunkte: Das Blindenleitsystem führt teilweise in möblierte Außenbereiche von Cafés und die Haltestelle als solche besteht im Prinzip nur aus einem Schild. Positiv aufgefallen sei hingegen der begrünte Fußweg in die Innenstadt, der über eine hohe Aufenthaltsqualität verfüge, so der VCD. (ath)
Das könnte Sie auch interessieren