Der Nachtbus kommt – zumindest, wenn es nach den Mitgliedern des Technischen Ausschusses geht. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Gremiums, dass ab September 2019 in einer ersten Stufe zumindest die beiden großen Stadtbezirke nachts miteinander verbunden werden sollen und, dass es zusätzlichen Busverkehr jeweils innerhalb von Villingen und Schwenningen geben soll.

Die zusätzlichen Kosten für das laufende Jahr von etwa 48 000 Euro seien über den Haushalt bereits abgedeckt. Wollte man den Nachtbus bereits im Sommer einführen, wie von Elif Cangür (Grüne) gefordert, dann bräuchte man zusätzliche Gelder, so Amtsleiter Ulf Millauer.

Für das Jahr 2020 werden für das Nachtbussystem 144 000 Euro zusätzlich in den Haushalt eingestellt und außerdem wolle man ein Konzept zur Anbindung der Ortschaften an die beiden großen Stadtbezirke erarbeiten. Hilfreich wären in diesem Zusammenhang, wenn man belastbare Zahlen hätte, so Ulf Millauer, aber da täten sich die Unternehmen schwer. "Die geben solche Zahlen nicht gerne her." Wollte man für die eigene Planung solche Zahlen erheben lassen, dann müsste die Stadt dafür bezahlen.

Beim jetzt geplanten Nachtbus, der in einer ersten Variante die beiden Stadtbezirke verbinden soll, können sich die Kulturtreibenden und die Gäste der Doppelstadt darauf einstellen, dass der Nachtbus ab 1 Uhr zu jeder vollen Stunde fahren wird.

Der bisher geplante Linienverlauf soll die Wohngebiete von Villingen und Schwenningen über die zentralen Innenstadthaltestellen wie beispielsweise an den Bahnhöfen Villingen und Schwenningen und dem Busbahnhof in Schwenningen sowie mit dem Klinikum im Zentralbereich und mit dem Jugendkulturzentrum verbinden.

Vorerst ist der Einsatz des Nachtbusses für Donnerstag bis Sonntag geplant. Dafür werden im Haushalt 2020 140 000 Euro eingestellt. Eine Erweiterung des Angebots auf die ganze Woche würde für die Stadt noch einmal etwa jährlich 100 000 Euro mehr kosten.

Es sollen moderne Busse mit kostenlosem W-Lan und USB Ladestationen eingesetzt werden. Allerdings müsse man sich als Fahrgast auch darauf einstellen, dass eine Fahrt, je nach Abfahrt und gewünschtem Ziel bis zu 55 Minuten dauern kann. Die gute Nachricht lautet, dass, um die Attraktivität des Angebots zu erhöhen, alle Fahrausweise ohne Aufpreis ihre Gültigkeit behalten, das heißt, von den Inhabern von Tages- und Monatskarten werden keine Zuschläge verlangt und es gelten die normalen Beförderungspreise.

Gerne wolle man gemeinsam mit dem Landkreis die Anbindung der Ortschaften vorantreiben, sagte Bürgermeister Detlev Bührer, wenn man hierfür einen Auftrag des Ausschusses bekomme. Neben den jährlichen Kosten müsse man zu Beginn auch einmalig etwa 28 000 Euro investieren, um die bestehenden Bushaltestellen mit Hinweisschildern, zusätzlichen Fahrplankästen und teilweise neuen Masten auszurüsten. In zwei Jahren soll dann Bilanz gezogen werden, wie gut der Nachtbus angenommen wird.

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