Zum Start der Impfungen gegen Corona im Kreisimpfzentrum und durch ein mobiles Team wird dem Landkreis Tuttlingen am Freitag, 15. Januar, deutlich weniger Impfstoff zur Verfügung stehen als erwartet. „Wöchentlich bekommen wir vorerst 975 Impfdosen, wovon die Hälfte für die zweite Impfung zur Seite gelegt werden muss. Das ist eindeutig zu wenig“, erklärte Landrat Stefan Bär bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

Das könnte Sie auch interessieren

Damit stünden pro Woche rund 480 Impfdosen zur Verfügung, wobei etwa 300 für Pflegeheime abgerechnet werden müssten. Das bedeute, man könne wöchentlich noch 180 Impftermine frei absprechen, dabei hätte man im Tuttlinger Impfzentrum eine Kapazität von täglich 750 Impfungen. Eine Aufstockung der Impfstoffmenge wird erst Mitte Februar erwartet. Auch die Anlieferung des Impfstoffs, der nötigen Kühlschränke und EDV-Ausstattung für das Impfzentrum in der Kreissporthalle verzögert sich auf Ende dieser, Anfang nächster Woche.

Das könnte Sie auch interessieren

Vorerst können daher für Tuttlingen auch noch keine Termine über die zentrale Impfplattform des Landes (online) oder die Zentralnummer 116117 vergeben werden. „Der Kreis Tuttlingen kann keine Termine selbst vergeben,“ betonte Bär und bat um Geduld, trotz der von der Politik ausgelösten Erwartungshaltung. Schon wegen der geringen Impfstoffmenge müsse es sonst zu Wartezeiten kommen. Nur die mobile Impfung in den Heimen laufe ab dem 15. Januar ohne Anmeldungen sofort an. Darüber spreche man schon mit den Heimleitungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Insgesamt sind die Coronazahlen im Kreis kurz nach den Feiertagen leicht gesunken. Noch zählt Tuttlingen aber zu den drei Kreisen mit den landesweit höchsten Zahlen und einem aktuellen Inzidenzwert von 195. In der Kreisklinik werden 26 Patienten zwischen 41 und 93 Jahren wegen Corona behandelt. Bei den Pflegeheimen gibt es 93 Infizierte, davon 56 Bewohner und 37 Mitarbeiter. Bär sprach sich für eine Fortsetzung der getroffenen Maßnahmen aus und hielt es für sinnvoll, dass Schulen vorerst auf Präsenzunterricht verzichten.