Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck und Wus-Tec-Geschäftsführer Ralph Schmid haben einen Kaufvertrag unterschrieben: Das Unternehmen wird auf einer großen Fläche im Eingangsbereich des Interkom Waldmössingen-Seedorf eine neue Produktionshalle mit einer Fläche von 1300 Quadratmetern bauen. Hinzu kommen 240 Quadratmeter für die Verwaltung.

Auf diesem Grundstück wird Wus-Tec sine neue Halle errichten.
Auf diesem Grundstück wird Wus-Tec sine neue Halle errichten. | Bild: Martin Himmelheber

Schmid hat sich auf das Bedrucken von Kabeln für den Schaltschrankbau spezialisiert. Im Jahr 2000 hatte er als Anlagenelektroniker bei einem großen Schaltanlagenbauer in Villingen-Schwenningen gearbeitet. Damals hatte er eine Maschine entdeckt, mit der man Buchstaben und Ziffern auf Kabel drucken kann.

„Anlagenbau revolutionieren“

„Das wird den Anlagenbau revolutionieren“, dachte Schmid sofort. Wenn man auf die Kabel schreiben könnte, wo sie im Schaltschrank reingehören, dann könne das auch eine angelernte Kraft übernehmen: „Und das Ganze in der Hälfte der Zeit.“

Ein bedrucktes Kabel mit einem ultraschallverdichteten Ende.
Ein bedrucktes Kabel mit einem ultraschallverdichteten Ende. | Bild: Martin Himmelheber

Nach der Gründung seines eigenen Unternehmens ging es rasch voran. Schmid baute seine erste Werkhalle im Interkom und beschäftigt inzwischen 15 Mitarbeiterinnen. Neben den Schaltanlagenbauern beliefert Wus-Tec inzwischen auch Hersteller von Ladesäulen für die Elektromobilität mit fertigen Kabelsätzen. Da habe er Geschäft auch aus Fernost wieder zurückholen können, so Schmid.

Noch eine weitere Spezialfähigkeit im Portfolio

Mit dem Ultraschallverdichten von Kabelenden bietet sein Unternehmen eine weitere Spezialität an. Das bisherige Gebäude platze inzwischen aus allen Nähten, so Schmid im Gespräch mit Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr aus Schramberg und Dunningens Bürgermeister Peter Schumacher. Er werde seine bisherige Halle und das Grundstück an ein anderes Unternehmen im Interkom verkaufen und dann neu bauen.

Umzugspläne doppelt gelohnt

Schmid lobte die gute Zusammenarbeit. Mit Jungbeck habe es „immer Spaß gemacht“, nach Lösungen zu suchen. Anfragen bei anderen Kommunen seien deutlich anders verlaufen.

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Für Schmid haben sich die Umzugspläne doppelt gelohnt. Neben viel mehr Fläche auf dem neuen Grundstück wird der Neubau auch vom Land gefördert. Mit dem Programm „Spitze auf dem Land“ fördern die Landesregierung und die Europäische Union „innovationsorientierte Unternehmen, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten“. Acht Unternehmen seien ausgewählt worden. „Davon stammen vier aus dem Kreis Rottweil“, so Schmid. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten bekommen bis zu 20 Prozent Zuschuss, wenn sie in Gebäude oder Maschinen investieren.

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