Ins Gebäude des früheren evangelischen Kindergartens soll eine Kindertagespflege einziehen. Diesen Grundsatzbeschluss fasste jetzt der Gemeinderat.

  • Der Kindergarten bleibt den Kindern: Die Gemeinde Mönchweiler hat das Gebäude des früheren Kindergartens in der Vogt-Flaig-Straße entsprechend eines Ratsbeschlusses vom April und nach Zustimmung der evangelischen Landeskirche zu einem Kaufpreis von 250 000 Euro von der evangelischen Kirchengemeinde erworben. Nach der Schließung des evangelischen Kindergartens im Jahr 2016 und dem Zusammenschluss der beiden Mönchweiler Kindergärten zum Kinderhaus waren übergangsweise Unterrichtsstunden der Gemeinschaftsschule in die Räume verlagert worden. Auch künftig stehe für die Gemeindeverwaltung klar die Betreuung von Kindern in diesem Gebäude mit seinem großen Garten im Vordergrund. Um das Betreuungsangebot innerhalb der Gemeinde gewährleisten und vor allem ausbauen zu können, biete sich die Einrichtung einer Kindertagespflege an, sagt Bürgermeister Rudolf Fluck.
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  • TaPS hat großes Interesse: Um diese Pläne rund um die Tagespflege umsetzen zu können, führte die Gemeinde Mönchweiler bereits Vorgespräche mit dem Tageskinder-Pflege-Service TaPS aus Villingen. Der eingetragene Verein zeige großes Interesse, so die Gemeindeverwaltung. Es gebe sogar schon Tagesmütter auch aus Mönchweiler, die sich hier einbringen möchten.
  • Diese Aufgaben übernimmt TaPS: TaPS stellt die Beratung, Vermittlung und Begleitung der Personen, die Interesse an der Ausübung der Kindertagespflege haben, sowie von Tagespflegepersonen und Personensorgeberechtigten der betreuten Kinder sicher. Außerdem gewährleistet der Verein die Vorbereitung, Qualifizierung und Fortbildung von Tagespflegemüttern und -vätern.
  • Das unterscheidet die Tagespflege vom Kinderhaus: Werden Kinder von einer Tagesmutter betreut, haben Eltern sehr flexible Möglichkeiten, die Betreuung zu vereinbaren. So kann die Betreuung zum Beispiel auch nur für bestimmte Wochentage festgelegt werden. Ziel des TaPS ist es, zusätzliche und flexible Möglichkeiten für die Kinderbetreuung im Schwarzwald-Baar-Kreis zu schaffen und so die Vereinbarkeit von Kindererziehung und Berufstätigkeit zu fördern. Die Tagesmütter fungieren im Rahmen ihrer Tätigkeit selbstständig. Die Abrechnung der Gebühren erfolgt unmittelbar durch die Tagesmütter.
  • Warteliste für die Jüngsten: Für den Beginn des neuen Kindergartenjahrs im September stehen in Mönchweiler aktuell sieben Kinder auf der Warteliste für die Betreuung der unter Dreijährigen im Kinderhaus.
  • Das ist für die Tagespflege vorgesehen: Im Rahmen der Tagespflege soll vorerst eine Gruppe mit maximal neun Kindern insbesondere im Alter unter drei Jahren entstehen, die einen Betreuungsanspruch haben. Belegt wird nur einer der beiden vorhandenen Gruppenräume. Weitere Entwicklungsmöglichkeiten sind damit vorhanden und können zu gegebener Zeit genutzt werden, so die Gemeindeverwaltung. Das Essen für die Kinder könnte, so lauten bereits konkrete Überlegungen, über die Schulmensa bezogen werden. Außerdem bestehe die Möglichkeit, kleine Essen direkt im Haus zuzubereiten.
  • So bringt sich die Gemeinde weiter ein: Die Gemeinde Mönchweiler wird im Rahmen ihrer Verpflichtung, Plätze zur Kinderbetreuung bereitzustellen, den Gruppenraum zur Verfügung stellen, einen Sachkostenzuschuss sowie eine Platzpauschale je Kind und eine Aufwandsvergütung an TaPS bezahlen. Der finanzielle Aufwand der Gemeinde betrage damit nur etwa die Hälfte desjenigen beim Kinderhaus, stellte Gemeinderat Peter Kaiser fest. Die Tagespflege soll eine Erweiterung des Angebots in Mönchweiler darstellen. Unabhängig davon plant die Gemeinde aufgrund der gestiegenen Kinderzahlen eine Erweiterung des Kinderhauses. Diese soll in den kommenden zwei bis drei Jahren umgesetzt werden. Die Auflagen der Baurechtsbehörde für die Einrichtung der Kindertagespflege im früheren evangelischen Kindergarten seien sehr gering, so Hauptamtsleiter Sebastian Duffner. Mit dem Start der Kindertagespflege könne durchaus zum 1. September oder 1. Oktober gerechnet werden.