Jetzt stellte sich heraus, dass der Umbau des katholischen Pfarrsaals zum Bürgerzentrum der Gemeinde Mönchweiler am Ende 1,98 Millionen Euro brutto kosten wird. Dem zähneknirschenden Gemeinderat blieb nur noch die Mehrkosten in Höhe von rund 248 000 Euro als überplanmäßige Ausgaben zu genehmigen. Gemildert werden die Baukosten für die Gemeinde durch Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent.

Gründe für die höheren Kosten

Eine im November 2018 durch den Planer vorgelegte vorläufige Kostenberechnung belief sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Die Gründe für die Mehrkosten sind vielfältig. Unter anderem brachten einzelne Ausschreibungen wie für die Abbruch-, Erd-, Entwässerungs- und Pflasterarbeiten für die Außenanlagen schlechtere Ergebnisse als zunächst kalkuliert. Zudem waren nach einem Schallschutzgutachten Mehrausgaben für den Schallimmissionsschutz erforderlich, weil das Bürgerzentrum in einem Wohngebiet liegt. Noch im April ging die Gemeinde allerdings davon aus, dass sich die Baukosten nur sieben Prozent über der ersten Kostenberechnung bewegen würden. Mittlerweile offenbarte der Planer aber, dass auch im Bereich der Beleuchtung und der Belüftung wesentliche Nachträge erforderlich seien.

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Der Gemeinderat, insbesondere Ratsmitglied Andreas Staiger, machte seinem Unmut am Donnerstag Luft: „So kurz vor Schluss eine solch eklatante Kostensteigerung. Da haben wir kein Verständnis dafür.“ Bürgermeister Rudolf Fluck blieb darauf nur die Erkenntnis: „Wir holen uns jetzt als Gemeindeverwaltung die Schelte ab für Dinge, die das Planungsbüro verpfuscht hat.“ Gleichzeitig stellte Fluck aber auch klar, dass man mit dem Planungsbüro deutliche Wort sprechen werde. So müsse auf jeden Fall die Höhe des Honorars zur Diskussion gestellt werden.

Die anschließende Abstimmung des Gemeinderats zur Genehmigung der überplanmäßigen Ausgaben brachte ein denkwürdiges Ergebnis: Sechs Räte stimmten für die Genehmigung. Die anderen sechs Gemeinderäte enthielten sich der Stimme. Damit ist die Genehmigung zwar erteilt, das Zähneknirschen des Gemeinderates aber deutlich zu vernehmen.

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