Im Alter von 86 Jahren verstarb in Unadingen Fritz Hölderle. Der Ochsenwirt hinterlässt neben Ehefrau Angela drei Töchter und sieben Enkelkinder. Fritz Hölderle war ein Gastwirt mit Leib und Seele. Dies wurde ihm schon in die Wiege gelegt, denn zusammen mit den drei Geschwistern wuchs er im Traditionshaus Ochsen in Unadingen auf. Nach der Volksschule war der Verstorbene zunächst im Steinbruch beschäftigt, bevor er zur Firma Freilacke nach Döggingen wechselte. Hier wurde er für seine 25-jährige Tätigkeit ausgezeichnet.

1964 heiratete Fritz Hölderle Angela Messmer, die Tochter des Löffinger Lindenwirts. 1965, 1967 und 1971 kamen die Töchter Andrea, Doris und Susanne auf die Welt. 1969 übernahm das Paar die elterliche Gastwirtschaft. Aus dem Ökonomiegebäude wurde eine Pension mit modernen Fremdenzimmern umgebaut und auch die Gastwirtschaft wurde grundsaniert. Bis die Unadinger Bürgerhalle gebaut wurde gab es im Ochsensaal manche Großveranstaltung, ob Theater, Konzerte oder auch die Fastnacht. 2003 übernahm Tochter Susanne die Gastwirtschaft.

Fritz Hölderle engagierte sich in seinem Heimatort stark. So war er Gründungsmitglied beim Sportverein als Tischtennis- und Fußballspieler. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt und mit der goldenen Ehrennadel gewürdigt. Hölderle wurde er für 60 Jahre Dienst im Roten Kreuz ausgezeichnet. Auch hier gehörte er zu den Gründungsmitgliedern, als die Rotkreuzbereitschaft noch in Döggingen ansässig war, bevor sich der Ortsverein Unadingen 1973 gründete. Ebenfalls engagierte sich Fritz Hölderle in der Feuerwehr und war Mitglied bei den Landfrauen.

Bis es seine Krankheit nicht mehr zuließ, war er beim regelmäßigen Wandern anzutreffen und bei den „Nachbar-Garten-Feschtle“. Die Trauerfeier am kommenden Samstag am 8. Mai findet um 11 Uhr in der Kirche in Unadingen statt, anschließend die Beerdigung auf dem Unadinger Friedhof, nach Coronavorschriften.