Vorerst offenbar bei der Bahn aufs Abstellgleis geschoben worden ist die Einwilligung zum Ersatzneubau der Fußgänger- und Radwegbrücke über die Bahnlinie beim Hintschinger Bahnhof. Diesen plant die Gemeinde Immendingen schon seit 2018. Der Gemeinderat hat die Entwurfsplanung für das Bauwerk, das auch etliche Leitungen trägt, bereits Ende 2019 genehmigt.

118.000 Euro Förderung sind zugesagt. 330.000 Euro für den neuen Aluminiumsteg wurden im Etat 2020 eingeplant. Allerdings laufen die Gespräche mit der Bahn in diesem Fall sehr zäh, wie Ortsbaumeister Martin Kohler im Gemeinderat informierte.

Rückbau eines Pfeilers verursacht weitere Kosten

„Die Bahn hat uns bis dato blockiert“, so Kohler bei seinen Erläuterungen zum aktuellen Stand des Projekts. Gespräche liefen bereits seit Februar. Bürgermeister-Stellvertreterin Monika Kienzle bestätigte, wie schwierig sich die Verhandlungen gestalten.

Der Grund für die bisherigen Verzögerungen ist ein Pfeiler des vorhandenen, maroden Fußgängerstegs. Laut Bahn muss dieser Pfeiler aus Sicherheitsgründen zurückgebaut werden. Das seitens der Gemeinde beauftragte Ingenieurbüro habe nun überprüft, inwieweit beim geplanten Ersatzneubau in Form eines Aluminiumstegs auf den Träger verzichtet werden könne, erläutert Ortsbaumeister Kohler.

Hoffnung ruht auf neuem Ingenieurbüro

Das Problem: „Der Rückbau des Trägers kostet einiges“, erklärte der Ortsbaumeister. Wegen der zusätzlichen Kosten musste die Gemeinde Immendingen weiter mit der Bahn verhandeln. Von dort gibt es aber bislang keine neuen Erkenntnisse zu der Sachlage.

Laut Kohler hat die Gemeinde nun ein Ingenieurbüro hinzugezogen, das auch für die Bahn planen darf. Auf diese Weise hofft man, das Projekt zu forcieren. Derzeit ist die in schlechtem Zustand befindliche Fußgänger- und Radfahrerbrücke gesperrt. Sie ist nicht nur Übergang über die Bahnlinie, sondern auch Träger für Versorgungsleitungen für die Häuser jenseits des Hintschinger Bahnhofs.

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