Helmuth Kainer, ehemaliger Leiter der Fachhochschule Furtwangen, ist im Alter von 94 Jahren verstorben. Kainer war seit 1970 Direktor der Staatlichen Ingenieurschule Furtwangen und nach der Umbenennung der Ingenieurschule zur Fachhochschule von 1971 bis 1977 Rektor der Fachhochschule Furtwangen.

Seine Zeit als Leiter der Bildungseinrichtung fiel in eine Phase des großen Wachstums und Wandels. Es wurde viel gebaut am Campus Furtwangen, und die Studierendenzahlen stiegen kontinuierlich an. Im Jahr 1972 zählte die Fachhochschule 700 Studierende – heute sind es 3400 am Campus Furtwangen. Zwei neue Fachbereiche waren damals mit der Mensa provisorisch in einem zum Abbruch bestimmten Fabrikgebäude untergebracht.

Auch nach seiner Zeit als Rektor stellte Kainer Weichen für die Weiterentwicklung der Fachhochschule. Er war einer der Mitgründer der Fakultät Product Engineering, heute Wirtschaftsingenieurwesen. Die Schwerpunkte Technik und Betriebswirtschaftslehre zu einem Studiengang zusammenzufügen, war damals etwas vollkommen Neues. Kainer lehrte unter anderem Fächer wie Dokumentation und Kommunikation, Sprechtechnik sowie Lern- und Präsentationstechnik.

Der Verstorbene begann 1961 in Furtwangen an der damaligen Ingenieurschule zu arbeiten. 1989 trat er in den Ruhestand. In diesem Jahr erhielt er auch das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Kainer lebte zuletzt in Murnau in Bayern.