Ein Riesenspaß, bei dem jeder mitmachen kann. Dies steht am Fasnet-Zieschtig in Neudingen im Mittelpunkt. Beim „Kinderquatsch“ beziehungsweise „Fünfkampf der Ungeübten“ denkt sich der Elferrat unterschiedliche, kreative Spiele aus, um die Narren einen Tag lang auf Trab zu halten. „An diesem Tag steht der Spielspaß ganz im Vordergrund. Die Narren teilen sich selbstständig in Gruppen à fünf Personen auf und spielen die fünf Spiele, welche sich der Elferrat überlegt hat“, erklärt der Vorsitzende der Klosternarren, Jürgen Matt.

Die fünf Spiele sind unter anderem in den unterschiedlichen Neudinger Wirtschaften untergebracht: „Uns freut es natürlich sehr, dass wir in Neudingen noch drei Lokale haben. Diese wollen wir natürlich an Fasnacht auch unterstützen“, erklärt Jürgen Matt. Der Kreativität des Elferrats der Neudinger Klosternarren sind keine Grenzen gesetzt: „Die Elferrats-Kollegen überlegen sich immer wieder tolle Sachen. Kein Spiel gab es bisher doppelt. Oftmals gibt es Geschicklichkeitsspiele oder Merk- und Denkspiele. Dabei achten wir stets darauf, dass die Spiele von Kindern und Erwachsenen gespielt werden können. Falls dies nicht machbar ist, gibt es eine Abwandlung für die jüngeren Teilnehmer“, so Matt.

Beim Kinderquatsch müssen hier an einem früheren Fasnet-Zieschtig die Kinder zwei Klosternarren-Puzzles innerhalb kürzester Zeit zusammenbauen. Von links Romy, Elias, Florian und Lea.
Beim Kinderquatsch müssen hier an einem früheren Fasnet-Zieschtig die Kinder zwei Klosternarren-Puzzles innerhalb kürzester Zeit zusammenbauen. Von links Romy, Elias, Florian und Lea. | Bild: Andrea Wieland.

So kamen in den vergangenen Jahren die lustigsten Spiele zusammen: Auf Kronkorken wurden Buchstaben geschrieben und die Narren mussten in einer vorgegebenen Zeit so viele Begriffe der Neudinger Fasnet wie möglich bilden. Oder die Narren mussten beim sonst eher im Sommer gespielten Minigolf ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Wie viel Spaß die Neudinger Narren dabei haben, zeigt sich an der großen Teilnahme an der Aktion. Die Ergebnisse werden dann bis zum Abend hin ausgewertet und die besten Gruppen werden mit einer kleinen Aufmerksamkeit belohnt.

Auf einem Schemmel sitzend mussten die Narre einen Golfball einlochen. Hier zu sehen ist Alina Hensler.
Auf einem Schemmel sitzend mussten die Narre einen Golfball einlochen. Hier zu sehen ist Alina Hensler. | Bild: Andrea Wieland

Hier und auch an der restlichen Fasnet zeigt sich, wie wichtig den Klosternarren der Narrensamen ist: „Uns liegt die Jugendarbeit sehr am Herzen. Wir haben sehr engagierte Jugendbeauftragte, Saskia Matt und Anna-Lena Hensler. Sie bemühen sich, den Kindern und Jugendlichen unsere Fasnettraditionen näher zu bringen. Dabei sind sie nicht nur an Fasnacht aktiv, sondern auch unter dem Jahr“, so Jürgen Matt. Dann gebe es regulär zum Beispiel einen Ausflug mit den Jungnarren und alle Teilnehmer des Kinderquatsches sind eingeladen, mit dem Elferrat die Donau auf einem Floß zu erkunden.

Jugendbeauftragte haben Überraschungstüten verteilt

Damit der Fasnachtsspaß auch diesmal nicht zu kurz kommt, haben sich die Neudinger etwas Coronakonformes einfallen lassen: Die Jugendbeauftragten haben Überraschungstüten an die Dorfjugend verteilt und der traditionelle Programmabend am Fasnet-Sonntag soll digital stattfinden: „Der Elferrat sowie die Akteure des Programmabends haben sich etwas einfallen lassen, wie wir auch in diesem Jahr einen Abend ganz im Sinne der Fasnet gestalten können“, versichert Jürgen Matt.