Als wertvolles Kleinod in der Stadt schafft es das Museum Art Plus immer wieder, Angebote und Ausstellungen zu präsentieren, die selbst Kunstmuffel in die wunderschönen Räume am Ufer der Brigach locken. Auch 2019 will die Einrichtung mit einem hochkarätigen Programm auftrumpfen – immerhin feiert das Museum dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen.

  • Eine Ausstellung gibt Vollgas: „Vollgas – Full Speed“ ist der Titel der neuen großen Sonderausstellung, mit der das Museum sein Kunstjahr beginnen lässt. Dabei dreht sich ab Sonntag, 17. Februar, alles rund um Kunstwerke, die sich mit dem Thema Automobil beschäftigen. Verantwortlich dafür zeichnet Sebastian Steinhäußer vom Museum Art Plus: "Kein technischer Gegenstand bestimmt unser Leben und das Erscheinungsbild der Welt so nachhaltig und kein Alltagsobjekt wurde und wird in vergleichbarer Weise mythologisiert. Auch wenn es polarisiert, steht das Auto noch immer symbolhaft für Freiheit, Mobilität und Abenteuer, ist Traumobjekt und Fetisch", so Steinhäußer in einer Mitteilung. Das Museum zeigt Plastiken, Gemälde und Fotografien internationaler Künstler, die den Kult um das Auto und die Geschwindigkeit in den Blickpunkt rücken. Ergänzt werden sie durch legendäre Sportwagen, die im Museum zu sehen sein werden. Welche das genau sein werden, stehe noch nicht endgültig fest: "Die Leute sollen sich auf eine Überraschung freuen", sagt Museumsleiterin Simone Jung. Das Art Plus knüpft damit an ein Erfolgskonzept an, das etwa im Hegau bereits sehr gut funktioniert. Dort zeigt das Museum Art and Cars (MAC) kostbare Oldtimer im Dialog mit Kunst.
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Das Auto wird in der Sonderausstellung "Vollgas – Full Speed" groß thematisiert. Ein Exponat ist etwa diese Porsche-911-Karosserie des Stuttgarter Künstlers Stefan Rohrer. Bild: Christian Klugmann
Das Auto wird in der Sonderausstellung "Vollgas – Full Speed" groß thematisiert. Ein Exponat ist etwa diese Porsche-911-Karosserie des Stuttgarter Künstlers Stefan Rohrer. | Bild: Christian Klugmann
  • Stefan Strumbel: What the fuck is heimat? (engl.:Was zum Teufel ist Heimat?) Unter diesen Schlagwörtern und mit knallbunten Kuckucksuhren hat es der Offenburger Künstler Stefan Strumbel zu internationalem Erfolg gebracht. Im Zweiraum des Art Plus sind noch bis Sonntag, 24. März, aktuelle Arbeiten zu sehen. Er zeigt dort selbst geschaffene Pakete, die gegossen in Bronze und Aluminium sinnbildlich für alles stehen, was es zu schützen und zu bewahren gilt.
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  • Donaueschinger Emil Kiess: Kiess prägt seit den Fünfzigerjahren ganz wesentlich das Kunstgeschehen im deutschen Südwesten. Ab Sonntag, 31. März, sind seine Arbeiten zu sehen. Ausgehend von der wegweisenden Arbeit "Schwarz will blühen" von 1956 zeigt die Ausstellung einen vielfältigen Querschnitt an Arbeiten von den Achtzigerjahren bis heute.
  • Stefan Rohrer: Der Stuttgarter Künstler zeigt seine Werke ab Sonntag, 30. Juni. Als Ergänzung zur Hauptausstellung, in der unter anderem eine großformatige Arbeit von ihm aus der Karosserie eines Porsche 911 zu sehen sein wird, werden hier Arbeiten aus Modellautos gezeigt. Ergänzt werden die dreidimensionalen Werke durch teils großformatige Zeichnungen in Altöl auf Papier, die eine ganz andere Facette des Künstlers zeigen.
  • Klangkunst: Wenn die Musiktage wieder in der Stadt sind, öffnet am Donnerstag, 17. Oktober, eine Klangkunst-Ausstellung im Zweiraum des Museums, kuratiert von Björn Gottstein, dem künstlerischen Leiter der Musiktage.
  • Faller und Budasz: Ab Sonntag, 24. November, ist das Zweiraum dem Künstlerduo Ariane Faller und Mateusz Budasz aus Furtwangen gewidmet. Sie greifen mit ihren künstlerischen Interventionen in bestehende Raumstrukturen ein und hinterfragen diese mit alltäglichen Materialien, wie Holzpaletten, Dachlatten oder Klappböcke.
  • Pierre Soulages: Darüber hinaus sind im Anbau des Museums ganzjährig Arbeiten des französischen Künstlers Pierre Soulages zu sehen, der die Kunst der Nachkriegszeit geprägt hat wie kaum ein anderer und als der wichtigste lebende Künstler Frankreichs gilt. Das Art Plus zeigt großformatige Werke seiner aktuellen Schaffensperiode, sogenannte „Outrenoirs“. Die schwarzen Gemälde, die seit Ende der Siebzigerjahre entstehen, bestechen durch eine große Ausdruckskraft, Tiefe und Eleganz. Er war mit seinen Arbeiten bereits dreimal auf der Documenta vertreten.