Ein Anker gegen die gesellschaftliche Isolation: So versteht sich das Mehrgenerationenhaus an der Schulstraße. Seit zehn Jahren gibt es diese Einrichtung, die Menschen zusammenbringt. Dabei hat sich dieses Haus mit dem Ansatz, verschiedene Altersgruppen so zusammenzubringen, dass sie von gegenseitigen Kompetenzen profitieren, längst ins Sozialgefüge der Stadt integriert. Das Herz schlägt dabei im Café Ansprechbaar. Hier bündeln sich die Aktivitäten und Programme. Allerdings braucht es dazu ehrenamtliche Helfern. Und die sind immer wieder rar.

Es ist Anja Rosenfelder, die im Auftrag des Caritasverbands Schwarzwald-Baar für ein ebenso vielfältiges wie auch beliebtes Programm sorgt. Sie ruft zur Mithilfe auf. "Wir suchen Leute, die das bestehende Team unterstützen", sagt sie. Konkret geht es um Männer oder Frauen, die sich als Gastgeber einbringen, bei der Zubeitung des Mittagstisches helfen oder beim Kuchenbacken mit anpacken.

Einmal im Monat wird gemeinsam gesungen und erzählt. Das Generationenhaus in Donaueschingen, Schulstraße 5 erfreut sich wachsender Beliebtheit in allen Bevölkerungsschichten.
Einmal im Monat wird gemeinsam gesungen und erzählt. Das Generationenhaus in Donaueschingen, Schulstraße 5 erfreut sich wachsender Beliebtheit in allen Bevölkerungsschichten. | Bild: Caritas

Die meisten Ideen können umgesetzt werden, zeigt sich Rosenfelder stolz auf ihr Team. Das gilt auch da, wo die Vorschläge aus dem Kreis der Gäste kommen. So treffen sich regelmäßig etwa acht bis neun Frauen, um gemeinsam zu stricken, es gibt einen offenen Elterntreff, eine Krabbelgruppe oder auch eine Selbsthilfegruppe “Frauen nach Krebs”, die sich regelmäßig im Mehrgenerationenhaus treffen. Eine Internetinitiative für Senioren, Lachyogakurse oder Yoga auf dem Stuhl sowie viele weitere Angebote wie Rentenberatung oder ein internationaler Stammtisch ergänzen das Angebot. Einmal im Monat gibt es einen Singkreis, regelmäßig finden Projekte mit örtlichen Schulen statt und eines der nächsten Projekte soll ein türkischer Kochkurs werden.

Hier fühlt man sich eingeladen – das Mehrgenerationenhaus in Donaueschingen lebt.
Hier fühlt man sich eingeladen – das Mehrgenerationenhaus in Donaueschingen lebt. | Bild: Caritas

Das mit Hilfe der gesetzlichen Pflegeversicherung von Mittwoch bis Freitag servierte vergünstigste Mittagessen sättig in doppelter Hinsicht. "Durch die sozialen Kontakte beim gemeinsamen Essen erfährt auch die Seele Befriedigung", so Rosenfelder. Das spricht sich herum. Gerne nutzen ältere Menschen, die erst zugezogen sind, diese einfache Möglichkeit andere Menschen kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen.

Kontakt: Anja Rosenfelder, 07 71/8 32 28 18 oder  anja.rosenfelder@caritas-sbk.de