Ohne Ehrenamtsarbeit wäre das Gemeindeleben ein ganzes Stück ärmer, aber ohne die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Rettungskräfte undenkbar. Doch diese Institutionen benötigen dringend Nachwuchs. Mit Aktionen wie dem ersten Hochschwarzwälder Blaulichttag, der im Mai in Löffingen stattfand, werben die Rettungskräfte für ihre Organisationen und stellen ihre Arbeit im Dienst des Nächsten vor. Nun bekamen sie vom Badeparadies in Titisee-Neustadt Unterstützung. Hier werben derzeit die Rettungskräfte für ihre ehrenamtliche Arbeit.

  • Impulsveranstaltung: Im Rahmen einer viertägigen Aktion werden im Foyer des Badeparadieses die fünf Ehrenamts-Institutionen Feuerwehr, DLRG, Rotes Kreuz, die DRK-Rettungshundestaffel Hochschwarzwald und die BRH-Rettungshundestaffel Löffingen sowie die Bergwacht vorgestellt. „Das Badeparadies ist eine gute Plattform sich zu präsentieren“, sagt der stellvertretende Kreisbrandmeister Gotthard Benitz, der die Idee für diese Aktion hatte. Im vergangenen Geschäftsjahr kamen laut Managing Director Jochen Brugger 780 000 Besucher. Dies würde einen Durchschnitt von täglich über 2000 Besucher ausmachen, welche im Badeparadies während der Ausstellung mit der Arbeit der Rettungsorganisationen vertraut gemacht werden.
  • Ehrenamt wird belohnt: Doch nicht nur diese Werbung alleine soll für den Nachwuchs sorgen, die Ehrenamtsarbeit soll auch belohnt werden, so Bürgermeister Jürgen Kaiser, der Vorsitzende des Hochschwarzwälder-Bürgermeistersprengels. Jedes Mitglied der fünf Rettungsorganisationen hatte seit Dienstag bis zum Freitag die Möglichkeit eine der kostenlosen vierstündigen „Ehrenamts-Badekarten“ zu erhalten. „Wir haben für die Aktion extra Eintrittskarten kreiert“, berichtet Jochen Brugger. Finanziert wurde diese Aktion vom Badeparadies und den zehn Hochschwarzwälder Mitgliedsgemeinden, die sich mit 5000 Euro eingebracht haben.
  • 1300 Ehrenamtliche: Innerhalb der zehn Mitgliedsgemeinden Breitnau, Eisenbach, Feldberg, Friedenweiler, Hinterzarten, Lenzkirch, Löffingen, Schluchsee, St. Märgen und Titisee-Neustadt engagieren sich laut Benitz über 1300 Bürger ehrenamtlich. Am Ende dieser viertägigen Dankesaktion werden über die Hälfte sich im Badeparadies für vier Stunden erholt haben, aber auch sich ausgetauscht, neue Kontakte geknüpft und vielleicht den einen oder anderen Neuen geworben haben. „Wir möchten die Ehrenamtsarbeit wertschätzen“, waren sich Gotthard Benitz, Jürgen Kaiser und Jochen Brugger einig.
  • Kommunen stärken Ehrenamt: Einig sei man sich in allen Kommunen, dass das Ehrenamt wertgeschätzt und die Arbeit gewürdigt werden müsse. Mit einer guten Infrastruktur und guter Ausrüstung setzten die Gemeinden schon Akzente. Doch dies alleine reiche nicht aus, so Gotthard Benitz, es gelte die Ehrenamtsarbeit für den Nachwuchs auch attraktiv zu gestalten. „In manchen Gemeinden wurde eine Ehrenamtskarte mit zahlreichen Vorteilen, etwa beim Einkaufen, ins Leben gerufen“, so Benitz.
  • Partner der Feuerwehr: Wichtig ist auch, dass die Arbeitgeber ehrenamtliches Engagement ihrer Mitarbeiter unterstützen. 2018 wurde das Badeparadies Hochschwarzwald für sein vorbildhaftes Verhalten im Ernstfall mit der Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes gewürdigt. Im Brand- und Ernstfall können die elf Feuerwehrleute, die im Badeparadies beschäftigt sind, sofort zum Unglücksort eilen ohne dabei Schwierigkeiten zu bekommen. „Dies ist leider nicht mehr selbstverständlich in manchen Betrieben“, erklärte Gotthard Benitz.