Es war schon eine besondere Sitzung, die der Blumberger Gemeinderat am Donnerstag in der Stadthalle erlebte. Das Gremium tagte zum ersten Mal seit Februar, coronabedingt standen die Tische und Stühle in reichlich Abstand zueinander. Auf der Bühne war ein Pult mit einem Mikrofon und Plexiglas, wer von den Gemeinderäten reden wollte, sollte hoch und das Mikrofon mit einer Plastikhülle überziehen. Doch die Mitglieder des Gemeinderats sind gut bei Stimme.

Es geht gleich zur Sache

  • Vorentwurf: Für den Schulcampus wurden die fortgeschriebenen Vorentwürfe für die Außenanlagen vorgestellt. Planerin Hanna Wildeboer vom Büro Wiederkehr schilderte die Entwicklung mit dem Hinweis, dass der Schulhof Kindern die Möglichkeit zur Bewegung geben sollte, als Ausgleich zum Sitzen. Auf Anregung der Schulleiter gibt es zugeordnete Schulhofbereiche jeweils für die Klassenstufen 1 bis 4 und 5 bis 10, mehr Platzangebot für Klassenstufe 5 bis 10 sowie ausreichend Sitzmöglichkeiten.
Planerin Hanna Wildeboer
Planerin Hanna Wildeboer | Bild: Lutz, Bernhard
  • Stadtbaumeister Uwe Veit erklärte, für den ersten Bauabschnitt müsse die Stadt einen Bauantrag stellen, dazu gehörten auch die Außenanlagen. Im ersten Abschnitt wolle man aber nur einen Teil der Außenanlagen stellen, der Rest folge beim zweiten Bauabschnitt.
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  • Stadtrat Sascha Engel (Freie Liste) fielen Treppen auf, etwa zu einem Platz im oberen Bereich vor der Eichbergschule. Hanna Wildeboer antwortete, es gebe nicht überall direkte Barrierefreiheit, dazu seien die Höhenunterschiede zu groß. Hannes Jettkandt von der Freien Liste, selbst 40 Jahre Lehrer an der Realschule, befürchtete, dass in einem kleinen Teich, der über eine Regenrinne für die Dachentwässerung entstehen solle, nach jeder Pause Essenreste und sonstiges liegen würden. Er erfuhr, das sei nichts Großes, vielleicht ein Überlauf.
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  • Stadtrat Dieter Selig (CDU) sagte, für sie wäre eine Kostenschätzung für die einzelnen Positionen wichtig. Büroleiter Klaus Wiederkehr erklärte, so eine Planung entstehe in Stufen. Ihnen sei es wichtig, ob dem Gemeinderat die Richtung passe. Christof Rösch (CDU) sah sich nicht imstande, einen Beschluss zu fassen. Auch er vermisste Zahlen. Der Sportplatz bei der Realschule sei schön geplant, die Frage sei: „Können wir uns das alles leisten?“

Stadt hat auch noch andere Projekt

  • Die Stadt habe noch viele Projekte zu stemmen, er nannte unter anderem Mehrzweckhallen und Straßen. Und die Stadt werde coronabedingt weniger Gewerbesteuer einnehmen. Sein Kollege Horst Fürderer merkte dazu an, das sei ein Campus, kein Kurpark und keine Reha-Klinik. „Das ist eine Vollausstattung“, stellte Stadtrat Georg Schloms (Freie Liste) fest und fragte nach Erfahrungen für den Pflegebedarf. Stadtrat Hermann Zorbach (fraktionslos) gefiel die Planung, die Rahmenbedingungen hätten sich wegen der Pandemie geändert.
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  • Bürgermeister Markus Keller sagte, im nächsten Schritt folge für die einzelnen Bereiche eine Kostenberechnung. Klaus Wiederkehr versicherte, er habe keine Sorge, dass die Außenanlagen teurer werde als die Kostenschätzung. „Das ist ein Wort“, so der Bürgermeister. Die Kostenschätzung liegt laut Wiederkehr bei insgesamt rund 2,58 Millionen Euro, davon 830 000 Euro für den ersten Abschnitt, 850 000 Euro für den zweiten Abschnitt und 908 250 Euro für den dritten Abschnitt.