Im Juli vorigen Jahres soll ein junger Mann aus Afghanistan in einer Flüchtlingsunterkunft in Blumberg eine ältere Mitbewohnerin vergewaltigt und dabei schwer misshandelt haben. Mitte nächster Woche wird er sich vor der Zweiten Großen Strafkammer am Landgericht Konstanz verantworten müssen. Da nicht auszuschließen ist, dass der Angeklagte zur Tatzeit noch Heranwachsender war, tagt die Kammer als große Jugendkammer.

Schon wegen anderem Sexualdelikt verurteilt

Der Angeklagte ist bereits im vorigen Jahr wegen eines anderen Sexualdelikts rechtskräftig verurteilt worden. Damals hatte der Mann in einer anderen Asylunterkunft in der Region an einer jungen Frau gegen deren Willen sexuelle Handlungen vorgenommen. Dies hatte er bei der Polizei und vor Gericht bestritten.

Durch DNA-Spur identifiziert

Er konnte in diesem Fall aber aufgrund einer DNA-Spur als Täter identifiziert und verurteilt werden. In dem neuen Verfahren soll er den Geschlechtsverkehr mit der Frau eingeräumt, aber behauptet haben, dass diese damit einverstanden gewesen sei. Die vermutlich ebenfalls aus Afghanistan oder Pakistan stammende Geschädigte hatte den Mann zeitnah wegen Vergewaltigung angezeigt, wobei auch entsprechende Verletzungen dokumentiert wurden.

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Zur Strafverhandlung, die am 22. Januar am Landgericht Konstanz erfolgen soll, sind neben dem Angeklagten und seinem Verteidiger vier Zeugen, ein Sachverständiger und zwei Dolmetscher geladen.