In die seit Montag eingerichtete Notfallbetreuung an den Blumberger Schulen kamen gestern vier Schüler an die Eichbergschule, davon drei in der Ganztagsbetreuung. Lehrer und Eltern haben auf die bereits gestern angeordnete Schließung der Blumberger Schulen mit Erleichterung reagiert. Die Lehrerinnen und Lehrer stellen Lernmaterial für die Schüler zur Verfügung, zum Teil sei dies schon am Freitag erfolgt, hieß es. Für die Schülerinnen und Schüler sind alle Lehrkräfte per Email erreichbar.

Realschulrektor Sven Dorn Bild: Bernhard Lutz
Realschulrektor Sven Dorn Bild: Bernhard Lutz | Bild: Lutz, Bernhard

„Ich finde es richtig, dass die Schulen schon heute geschlossen sind“, sagte der Geschäftsführende Schulleiter Timo Link. Die Eltern seien gefasst und froh, „wir sind mit ihnen in telefonischem Kontakt.“ An der Weiherdammschule, die Link leitet, wurde gestern Lernmaterial zusammengestellt, das die Schüler per Post erhalten, da nicht jeder zuhause ein Tablet oder die Möglichkeit habe, 40 oder 50 Seiten auszudrucken.

Rektor fordert mehr Schubkraft für die Digitalisierung

Dies, so Link, zeige, dass digitales Lernen und die dafür nötige Infrastruktur dringend vorangetrieben werden müssten, damit dann Gleichheit für alle gegeben sei. „Wir wissen ja nicht einmal, ob wir nach den Osterferien wieder in die Schule können.“ Bei großen Firmen könnten die Mitarbeiter alle Homeoffice machen.

Laila Siebel, Konrektorin der Grund- und Werkrealschule Eichberg Bild: Bernhard Lutz
Laila Siebel, Konrektorin der Grund- und Werkrealschule Eichberg Bild: Bernhard Lutz | Bild: Lutz, Bernhard

Die Coronakrise sei auch eine Herausforderung für Eltern und Kinder: eine Chance, wieder mehr zur Ruhe zu kommen und wieder mehr gemeinsame Aktivitäten zu starten. Eltern rät Link zur Gelassenheit statt zu großer Strenge.

Telefonkette funktioniert

In der Realschule sah Rektor Sven Dorn gestern keinen Schüler, die Telefonkette am Sonntag hatte gut funktioniert. „Wir sind intensiv am Planen und Organisieren“, erklärte Dorn. Über das digitale schwarze Brett würden Wochenpläne erstellt. Auch der Realschulrektor wünscht sich mehr Schubkraft bei der Digitalisierung und betonte, auch nicht alle Realschüler hätten zuhause einen PC oder ein stabiles Internet. „Wenn wir bei der Digitalisierung schon einen Schritt weiter wären, wäre uns sehr geholfen.“ Dorn wie auch Link fanden die Entscheidung von Bürgermeister Keller gut, die Schulen schon ab Montag zu schließen.

Rektorin Angelika Sitte Bild: Bernhard Lutz
Rektorin Angelika Sitte Bild: Bernhard Lutz | Bild: Lutz, Bernhard

Auch an der Grund- und Werkrealschule Eichberg werden Lernpakete für die Schüler erstellt, die dann vor der Schule zum Abholen bereit liegen, teilte Konrektorin Laila Siebel mit.

An der Frobenius-Thomsin-Schule war es ruhig wie in den anderen beiden Stadtteil-Grundschulen Riedböhringen und Fützen ebenfalls, schilderte Rektorin Angelika Sitte. Sie betonte ebenfalls: „Die Stadt hat richtig reagiert.“ Drei Wochen müssen die Schüler sich ihr Wissen nun wie geschildert erarbeiten, dann folgen zwei Wochen Osterferien. Was danach kommt, weiß keiner.

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