Wenn Katja Rohmer an Kardinal Bea denkt, erfüllt es sie mit Stolz, dass er aus ihrem Wohnort Riedböhringen stammt. Gehörte der einstige Kurienkardinal doch zu den markanten Persönlichkeiten des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 – 1965) und gilt bis heute als Vater der Ökumene. Für sie steht außer Frage, dass das Andenken an Bea bewahrt werden sollte. Seit März 2017 engagiert sich Katja Rohmer als Schriftführerin im Kardinal-Bea-Förderverein.

Ein Dorf ohne Vereine hätte keine Lebensqualität

Aber nicht nur Stolz auf den großen Heimatsohn bewegt sie, im Förderverein mitzuwirken. Ein Dorf ohne Vereine und ohne ehrenamtliches Engagement wäre für sie ein Dorf ohne Lebensqualität. Für sie passt der Förderverein. Glaube ist ihr wichtig und gibt Kraft und Halt, sagt die 40-jährige Frau. An Bea imponiert ihr am meisten seine Bodenständigkeit und seine stets freundliche, manchmal auch schelmische Art.

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In den Filmen, die vorigen Monat im Museum gezeigt wurden, sei ihr das aufgefallen. „Trotz seiner hohen Intelligenz war Bea nie überheblich, stets stellte er sich auf gleiche Augenhöhe mit seinem Gegenüber und zollte ihm Respekt. Er lebte seine Überzeugung, dass Einheit nicht Einheitlichkeit bedeutet, sondern die Vielfalt nicht ausschließt“, formuliert sie es. Mit seiner Art habe er es geschafft, die verschiedenen Konfessionen einander näher zu bringen.

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Für den Förderverein ist dieses Jahr ein besonderes Jahr, jährt sich doch am Freitag der Todestag des Kardinals zum 50. Mal. Intensiv nutzt der Verein das Jahr, um Beas Leben und Wirken in Szene zu setzen. Im September referierte Lothar Degen im Museum über Augustin Bea und seine Lebensgeschichte. Im Oktober wurden die Dokumentationsfilme des Südwestfunks über den Kurienkardinal in voller Länge gezeigt. Das Museum war jedes Mal voll besetzt.

Viele Besucher sehen Dokumentationsfilm über den Kardinal

Katja Rohmer nahm dies positiv wahr: „Es besteht noch immer Interesse und wir bekommen auch immer positive Rückmeldungen.“ Schön wäre es, wenn das Jahr 2018 mit dem 50. Todestag so viel Interesse wecken würde wie das Jahr 2006, in dem der 125 jährige Geburtstag Beas gefeiert wurde. Damals war der Hauptzelebrant im Pontifikalamt Kardinal Walter Kasper.

Erzbischof Stephan Burger zelebriert Pontifikalamt am 16. November

Jetzt freut sich Katja Rohmer auf das Pontifikalamt am 16. November um 17 Uhr in der St. Genesius-Kirche Riedböhringen, das von Erzbischof Stephan Burger zelebriert wird, und auf den anschließenden Festakt. „Persönlich kenne ich ihn nicht, aber ein Arbeitskollege, der schon mit dem Erzbischof gesprochen hat, hat mir von ihm erzählt. Ich bin gespannt,“ fügt sie hinzu. Im Anschluss an das Pontifikalamt ist in der Riedböhringer Mehrzweckhalle ein Festakt mit anschließendem Stehempfang.