Erstmals haben sich in Oberbaldingen für die Kommunalwahl die verschiedenen Parteien zusammengetan und eine gemeinsame Kandidatenliste aufgestellt. „Wir arbeiten trotz teilweise verschiedener Meinungen seit Jahren so gut zusammen, dass Parteipolitik im Ort erst an zweiter Stelle steht“, so Ortsvorsteher Karlheinz Ullrich. Jetzt stehen elf Männer jeden Alters auf der Liste. Frauen fanden sich nicht.

Karlheinz Ullrich, selbstständiger Elektromeister und Bautechniker Hans Lohrer sind „alte Hasen“ im Ortschaftsrat. Sie wollen sich weiter für die Erweiterung des Gewerbegebietes und das Neubaugebiet einsetzen. Bankkaufmann Andreas Beck strebt für die Kinder der Ostbaarschule eine bessere Lösung für die Pause über Mittag an. Für Alexander Gauerhof, Gas- und Wasserinstallateur, ist wichtig, dass Oberbaldingen auch in gewisser Form an das neue Wasserwerk angeschlossen wird, da das Wasser der ortseigenen Quelle sehr kalkhaltig ist.

Martin Götz, Speditionskaufmann, möchte den öffentlichen Nahverkehr anpacken. Die aktuelle Situation für Kinder, die außerhalb zur Schule gehen, sei unbefriedigend und deutlich verbesserungswürdig. Florian Kleinhans ist Auszubildender. Für ihn steht die Jugendförderung im Fokus. Er möchte den Jugendraum wieder ins Leben rufen. Stephan Link, Diplom-Wirtschaftsingenieur, geht es um die Sicherung des Schulstandortes. Ebenso will er das Thema Mensa vorantreiben.

Daniel Montel, Lokführer und Landwirt, setzt sich für eine Sanierung der Feldwege ein. „Hier ist 40 Jahre lang nichts gemacht worden.“ Alexander Niederkorn ist Maurer- und Betonbauermeister. Er will unter anderem das Thema Breitbandausbau vorantreiben. Sebastian Wenzler ist einer derjenigen, die in Oberbaldingen bauen möchten. Der Projektmanager will sich deshalb für das Neubaugebiet einsetzen. Dem selbstständigen Schreinermeister Pascal Wölfle liegt ebenfalls der Schulstandort am Herzen und er will weitere Firmen in den Ort holen. „Wichtig ist jetzt, dass die Oberbaldinger zur Wahl gehen“, so Ullrich.