Glücklich strahlt das Brautpaar. Die neue Verwandtschaft steht unsicher um das Paar herum; alle halten sich an ihrem Sektglas fest. Doch schnell löst sich die Spannung. Das Oooh und Aaah über die vielen Dinge, die sich rund ums Schloss Blumenfeld entdecken lassen, stoßen so manches Gespräch an: Trauzimmer, Schloss, Garten – und die Kirche St. Michael direkt gegenüber. Das richtige Licht und viel Schnee lassen Schloss Blumenfeld besonders märchenhaft wirken.

Zukunft ist ungewiss

Doch es ist unklar, wie lange es im Blumenfelder Schloss noch Trauungen geben kann. Derzeit gebe es einen Architekten- und Investorenwettbewerb um das traditionsreiche Gebäude. Die Zukunft ist ungewiss, äußert sich Bürgermeister Marian Schreier.

„Ich würde nur ungern das charmante Trauzimmer im Schloss Blumenfeld aufgeben“, schreibt Standesbeamtin Anemone Nutz auf Nachfrage des SÜDKURIER. Das Schloss habe einen ganz besonderen Flair, und Trauungen in solcher Umgebung lägen im Trend. Die einzige Ausweichmöglichkeit, die es derzeit für Trauungen gibt, ist das Glasbüro im Tengener Rathaus.

Das könnte Sie auch interessieren

Bald solle es einen weiteren Raum geben, in dem geheiratet werden kann: Im Tengener Zentrum soll ein Bürgersaal gebaut werden. „Auf den neuen Saal mit der Möglichkeit, darin Trauungen vorzunehmen, freue ich mich“, schreibt Anemone Nutz. Es sei vorgesehen, dass der Raum im Bürgersaal schnell zu einem Trauzimmer umfunktioniert werden könne. Im Raum des Rathauses sei dies mit Umständen verbunden gewesen.

Nutz schließt sich der Hoffnung ihres Kollegen Georg Völlinger an, dass der neue Bürgersaal kein Ersatz, sondern ein zusätzliches Angebot zum Schloss sein könnte: „Am schönsten wäre es natürlich, wenn wir unseren Brautpaaren beide Optionen zur Auswahl anbieten können.“