Die Pandemie ist noch nicht vorbei, was schon vor dem Betreten der Linde offensichtlich ist, denn jeder Gast muss sich erst einmal die Hände desinfizieren. Danach folgt die Gästeregistrierung, wie es in jedem Gastronomiebetrieb vorgeschrieben ist, um schnell die Kontaktpersonen im Fall einer Coronainfektion ermitteln zu können.

Doch nun endlich, nach der langen, viermonatigen Schließung aufgrund der Pandemie, genieße man es nun umso mehr, wieder beisammen sein zu können, zu ratschen, Spiele zu machen und gemeinsam das gute Essen zu genießen, wie Irma Lauber aus Büßlingen sagt.

Besucher haben beste Laune

An einem großen Tisch sitzen die „Lindenblüten“ zusammen, wie sich die Witwen selbstironisch nennen. Gerade genießen die acht anwesenden Damen ihren hübsch angerichteten und sehr appetitlich aussehenden Wurstsalat. Sie stärken sich nach einer gemeinsamen Spielrunde „Mensch ärgere dich nicht“, wobei Gertrud Bollig, die aus Tengen kommt, meint, dass sie von nun an die schwarzen Steine nicht mehr benutzen werde, denn heute seien diese ständig „geputzt“ worden. Darüber müssen dann alle lachen.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch am Stammtisch nebenan ist die Stimmung gut, die älteren, gesetzten Herren sprechen von den alten Zeiten und der ehemalige Vorsitzende des hiesigen Sportvereins, Georg Ritzi, erzählt von einer Boxveranstaltung im Zelt zu Beginn der 70er Jahre und dass damals mehr als 500 Leute das Spektakel unten am Büßlinger Sportplatz verfolgt hätten. Zwischendurch kommt die Bedienung und versorgt die Eröffnungsgäste mit Kaffee und Bier.

Zwangspause tut Verein weh

Im Januar habe es beim Bürgerverein Linde auch einen Wechsel an der Spitze gegeben: Andrea Ritzi sei nun die Vorsitzende, wie ihr Vorgänger im Amt, Ulrich Ritzi, erzählt. Da der Bürgerverein noch Kredite vom Umbau seines Sitzes, des ehemaligen Gasthauses Linde, zu bedienen habe, habe die viermonatige Zwangspause auch finanziell wehgetan, wie Ritzi erklärt.