Die Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS) lockt regelmäßig Millionen Menschen vor den Fernseher – und am kommenden Samstag womöglich ein paar Hegauer mehr als sonst. "Ich bin schon ganz gespannt", verrät beispielsweise Ebru Özbekir. Dabei ist die 17-Jährige aus Tengen in diesem Fall keine gewöhnliche Fernsehzuschauerin. Sie hat ein klares Ziel: Sie will DSDS gewinnen. Ihre Mission beginnt am Samstag, 10. März, um 20.15 Uhr. Dann können die Fernsehzuschauer ihren Auftritt vor den Fernsehkameras erleben, wie der Fernsehsender RTL ankündigt.

Ebru hat bereits Erfahrung auf der Bühne. Mit der einstigen Schulband Stereopupils von der Engener Anne-Frank-Realschule hat sie vor zwei Jahren bei der SÜDKURIER-Aktion "So rockt Schule" gewonnen. Jetzt will sie weiter hinaus: Dafür meldete sie sich beim DSDS-Casting an.

Sie erinnert sich lebhaft an den Tag vor den Fernsehkameras. "Das war hammer-cool", sagt sie. Dass ihr Musik alles bedeutet, wollte sie Dieter Bohlen beweisen. Seit mehr als 15 Jahren sucht er jährlich Gesangstalente in ganz Deutschland. In diesem Jahr will es die 17-jährige Tengenerin wissen. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Onkel nahm sie den weiten Weg vom Bodensee in die Studios auf sich, um die Jury zu überzeugen. Denn erst nach mehreren Runden, bestehend aus Casting, Recall und Liveshows, wird dann im Finale Deutschlands neuer Superstar gekürt. Neben Bohlen bewerten aktuell Schlagersängerin Ella Endlich, Musikproduzent Mousse T. – und Caro Niemczyk, Sängerin von Glasperlenspiel, die Sangeskünste der Kandidaten. Letztere war für Ebru keine Unbekannte, saß doch die gebürtige Singenerin Caro Niemczyk mit ihrem Glasperlenspiel-Partner Daniel Grunenberg 2016 in der SÜDKURIER-Jury und wählte Ebru schon einmal auf Platz eins. Ob dies auch diesmal gelingt, will der Fernsehsender keinesfalls verraten.

Für ihren Auftritt hat Ebru Özbekir den Titel "Fallin'" von Supstar Alicia Keys vorbereitet. "Ich singe für mein Leben gern", verrät die junge Frau. Auch Ebrus Mutter ist stolz auf ihre Tochter: "Auf jeden Fall hat sie das Zeug dazu, Superstar zu werden, daran glaube ich! Mein Star ist sie ja schon!", erzählt sie.

Beim anstehenden Jurycasting geht es darum, einen Platz für das so genannte Recall zu erreichen. Jeder Juror hat eine Stimme pro Kandidat. Bei einem Unentschieden entscheidet die goldene CD. Die entscheidet, welche Jurorenstimme doppelt gewichtet wird. Und wen hat Ebru ausgewählt. "Dieter Bohlen ist mein persönlichen Juryjoker", verrät sie und hofft, dass der Joker sticht.

Jurymitglied Carolin Niemczyk im Interview.
Jurymitglied Carolin Niemczyk im Interview. | Bild: DSDS

"Man gewöhnt sich daran, neben Dieter Bohlen zu sitzen"

Caro Niemczyk, Sängerin des Elektropop-Duos Glasperlenspiel, sitzt in der Jury bei Deutschland sucht den Superstar und traf dort auch Ebru aus Tengen.

Frau Niemczyk, wo sind sie gerade?

In Berlin. Wir sind gerade am Feinschliff unseres neuen Albums "Licht und Schatten", das am 24. April erscheint und ganz neue Facetten zum Vorschein bringen soll, wie die Single "Royals & Kings" schon hören lässt.

Aber man sieht Sie doch regelmäßig im Fernsehen. Wie ist es eigentlich, neben Dieter Bohlen zu sitzen?

Die Dreharbeiten fürs Casting sind schon abgeschlossen und es hat echt viel Spaß gemacht mit dem ganzen Team und Dieter Bohlen, auch wenn man sich am Anfang an die harten Sprüche erst gewöhnen musste. Aber man kommt schnell damit klar.

Und dann stand plötzlich Ebru aus Tengen vor Ihnen...

Das war total lustig. Ich hab' schon vorher gesehen: Da kommt eine Kandidatin aus Tengen. Das find ich echt cool. Und dann ist uns aufgefallen, dass wir uns schon kennen von der SÜDKURIER-Aktion "So rockt Schule". Als Ebru dann gesungen hat, hat mich das total umgehauen. Mich hat sie überzeugt.

Setzen Sie sich denn am Samstag auch vor den Fernseher, um die nächste Folge anzusehen?

Wann immer es möglich ist – und am liebsten mit Freunden oder der Familie. Das ist echt spannend und man ist sogar noch einmal aufgeregt zu erleben, was man beim Dreh so gesagt hat.

Fragen: Matthias Biehler