Eine Förderung hilft, das Fasnachtsschaufenster des Narrengerichts zu erweitern. Allerdings ist das zunächst nur für wenige Tage zu sehen, da das Minimuseum in der Hauptstraße neben der Adler Post auf Monatsende ausziehen muss.

Das Narrengericht hat sich für Fördermittel beim Programm „Integrierte Ländliche Entwicklung“ (ILE Bodensee) beworben, das als Verein organisiert ist und seinen Hauptsitz in Stockach hat. Für die Anschaffung von sieben hochwertigen Schaufensterpuppen, Fotostellwänden und einen großen Bildschirm zur Präsentation erhält das Narrengericht 80 Prozent (rund 7000 Euro) der Nettoinvestitionskosten als Fördermittel.

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Die Puppen tragen die verschiedenen Häser der Gliederungen und des Narrengerichts. „Nur der Büttel fehlt noch“, sagte Narrenrichter Jürgen Koterzyna bei einem offiziellen Termin mit allen Beteiligten des Projekts. Eine neue Stellwand mit einem großen, historischen Fasnachtsfoto aus dem Jahr 1900 steht inzwischen auch. Sie ist zwei mal drei Meter groß und ein weiteres Motiv dieser Größe vom Narrenbaumsetzen sei noch geplant, so Koterzyna.

Schritt zur Fasnachtsmuseum für Stockach

„Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Fasnachtsmuseum in Stockach„, sagt der Narrenrichter über die Neuanschaffungen. Das Narrengericht habe von der Fördermöglichkeit gelesen und sich beworben. Dazu sei es notwendig gewesen, im Vorfeld Angebote einzuholen und einzureichen, erklärte er zum Ablauf. Es seien auch bisher 33 Arbeitsstunden in Eigenleistung in die Erweiterung des Museums investiert worden. Es sei ein Glücksfall, dass die ILE-Förderung möglich sei.

Das Museumsschaufenster ziehe immer viele Passanten an, aber seit der Bildschirm stehe, seien es noch mehr, sagte Koterzyna. Er bedauert es, dass das Museum nicht länger an diesem Ort bleiben kann, da ein Modegeschäft in die Räume einzieht.

Koterzyna bedankte sich bei ILE-Geschäftsführer Michael Baldenhofer für die Unterstützung. Baldenhofer sagte: „Es freut uns, dass wir das hier umsetzen konnten.“ Die Freude werde noch größer sein, wenn das Narrenmuseum einen langfristigen Platz bekomme. Er habe vom Eiscafé beobachtet, wie viele Leute vor dem Museumsschaufenster stehen bleiben und sich alles anschauen.

Und wie geht es für die Ausstellung des Narrengerichts weiter?

Zwei Schaufensterpuppen und eine Stellwand kommen ins Alte Forstamt, erklärt Koterzyna. Der Rest werde in der Adler Post eingelagert, wo sich Narrenstüble und -archiv befinden. Narrengericht und Stadt wollen baldmöglichst ein dauerhaftes Narrenmuseum einrichten. „Wir arbeiten darauf hin“, sagte Koterzyna. Das sei schon seit vielen Jahren im Gespräch und er freue sich, dass sich Bürgermeister Rainer Stolz für die kleine Feier der Förderung Zeit genommen habe.

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Stolz versicherte den Anwesenden: „Wir konzentrieren uns darauf, eine neue Bleibe für das Museum zu finden.“ Dieser neue Standort solle dann so gewählt und gestaltet sein, dass die tragende Bedeutung des Museums zur Geltung komme.