Andreas Jung, Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU, war auf Einladung des CDU-Kreisverbandes sowie des Stadtverbandes Stockach zu Gast im Kulturzentrum. „Hier her zu kommen ist für mich immer auch ein nachhause kommen“, wird der gebürtige Stockacher in der Pressemitteilung der CDU zitiert.

Christoph Stetter, Vorsitzender des Stadtverbandes, sagte in seiner Begrüßung der rund 50 Besucher, durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine habe sich viel verändert. „Der 24. Februar ist auch energiepolitisch eine Zäsur“, nahm Jung diesen Faden auf und führte aus, dass die Energiekrise genau genommen schon früher begonnen habe. „Spätestens mit der Nichtbefüllung der Gazprom-Speicher in Deutschland hat Russland damit begonnen, Energie als Waffe auch gegen uns einzusetzen.“

Kritik an der Ampel-Regierung

Seit Kriegsbeginn seien acht Monate vergangen und die Ampel habe sich in dieser Zeit vor allem durch viel Hin und Her ausgezeichnet, sagte Jung laut der Mitteilung. Die CDU habe es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit der drei Regierungsparteien kritisch, aber konstruktiv zu begleiten. Auch eine Zusammenarbeit in Sachthemen biete man immer wieder an. Bis auf die Einigung beim Sondervermögen für die Bundeswehr habe es bislang aber wenig Zusammenarbeit gegeben.

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Dennoch verwies er laut Mitteilung auf Erfolge, die CDU und CSU für sich in Anspruch nehmen könnten. So sei man über Monate hinweg immer wieder gegen die Deckelung nachhaltiger Bioenergie angerannt. Viel zu spät habe die Ampel Ende September dann eingelenkt. Dadurch sei den ganzen Sommer über wertvolles Potenzial zum Ersatz russischen Gases verschenkt worden. Energiesicherheit, steigende Preise und Inflation waren dann auch die Themen der anschließenden Diskussionsrunde. Deutlich wurde bei allen Wortmeldungen, egal ob Mittelständler, Landwirte oder Privatpersonen: Viele haben Sorge vor dem kommenden Winter und der Ungewissheit, wie es danach weitergeht.