Der zehnte Stockacher Nikolauslauf wird in Erinnerung bleiben. Schließlich fand er coronabedingt erst im April statt. Das winterliche Wetter konnte der Begeisterung der Teilnehmer und Zuschauer nichts anhaben. Alle genossen die Atmosphäre und gute Organisation des Familienereignisses.

66 Schülerstaffeln mit je drei Schülern waren dabei, ebenso die etwa 150 Kinder und Jugendliche, die einzeln starteten. Die neue Distanz über zwei Kilometer wählten dagegen nur zehn Läufer. Hier hatten sich die Organisatoren mehr erhofft.

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Lorenzo Patone, Vorsitzender der Turngemeinde Stockach (TG), sagte: „Vor Corona war das ein Wunsch, damit jeder dabei sein kann. Schade, dass sich so wenige angemeldet haben. Die Kinder haben ihren Eltern vorgemacht, wie es geht.“

Die Sieger des Tages

Beim Hauptlauf gingen 53 Starter ins Rennen, deutlich weniger als sonst. Umso mehr freuten sich die Veranstalter über Timo Benitz, mehrfacher Deutscher Meister. Er siegte souverän vor Christian Specker und Lorenzo Patone. Andrea Rothmund, Siegerin der Crosslaufserie Hegau-Bodensee 2021/22, gewann vor Claudia Gäng und Julia Kumpf. Alle Ergebnisse gibt es unter www.nikolauslauf-stockach.de.

Jeder Teilnehmer hatte seine eigene Motivation. Katrin Rogalli, die wie Claudia Gäng beim Lauftreff Hohenfels trainiert, nannte „das gute Gefühl danach“, während Timo Benitz bei seiner Vorbereitung äußerte: „Als Jugendlicher war der Stadtlauf in Stockach immer ein Highlight für mich. Wahrscheinlich werde ich heute Erster, aber ich laufe hier rein zum Spaß.“

Wiederholung ist möglich

Auch Giulia Patone, 15, und Luisa Ledergerber, 16, gingen es locker an. „Wir trainieren bei der TG die Kindergartenkinder. Alle haben sich so auf den Lauf gefreut, deshalb starteten wir hier auch. Am Ende waren wir schneller als gedacht“, erzählte Giulia.

Ihr Vater Lorenzo Patone betonte, der Verein habe die Aufgabe, etwas für alle anzubieten. „Wir haben uns getraut und nicht lockergelassen. Das war die richtige Entscheidung.“ Ob die Tradition weitergeht, wird sich klären. „Alles ist möglich“, so Patone.