Nach der Abnahme des Totenkopf-Schwimmabzeichens für Ausdauerschwimmer im Stockacher Freibad hat ein SÜDKURIER-Leser Kritik an der Aktion geübt. Dieses Abzeichen erhalten Menschen, die eine, eineinhalb oder zwei Stunden am Stück schwimmen – je nach Dauer in unterschiedlicher Farbe. Thomas Bieler aus Stockach argumentiert in seiner Zuschrift an die Redaktion vor allem mit der Gefahr, dass der Körper unterkühle, wenn er so lange im Wasser ist. Auch das Argument, dass Ausdauerschwimmen das Überleben sichern könne, falls jemand auf dem See in Not gerät, kann er nicht nachvollziehen und regt stattdessen ein Sicherheitstraining an. 

Die Stadtwerke als Veranstalter entgegnen darauf, dass die Wassertemperatur bei der Aktion Mitte August angenehm warm gewesen sei. Das Bäderteam samt Rettungsschwimmern habe die Teilnehmer überwacht und jeder hätte jederzeit abbrechen können. "Immer weniger Kinder können heute schwimmen oder sind in der Lage, sich über längere Zeit sicher im Wasser zu bewegen", heißt es in der Stellungnahme weiter. Ein Sicherheitstraining im Wasser habe hingegen einen anderen Ansatz. Die Stadtwerke würden nun prüfen, ob ein solches in der nächsten Saison angeboten werden könne.