Förderung und Erhalt von Artenvielfalt – darum geht es bei dem grenzüberschreitenden Interreg-Projekt "Kleingewässer für die Bodenseeregion". Durch das Anlegen von Kleingewässern, wie jetzt dem Weiher in Hoppetenzell, sollen Lebensräume für Vögel, Amphibien und Libellen geschaffen werden.

Zu diesem Zweck hat vor einem Jahr die Heinz-Sielmann-Stiftung zusammen mit dem Umweltzentrum Stockach in Hoppentenzell einen Weiher neu angelegt. Wie Sindy Bublitz von der Sielmann-Stiftung bei der jetzigen offiziellen Einweihung vor 35 Gästen erklärte, werde dieser Weiher insbesondere von Amphibien und Libellen sehr gut angenommen.

Viele Libellen sind schon da

Tatsächlich waren bei der kleinen Einweihungsfeier viele Libellen zu sehen. Der Teich, der in einem großen Sumpfgebiet in der Nähe des örtlichen Friedhofs liegt, ist circa 500 Quadratmeter groß und hat eine Tiefe von bis zu einem Meter fünfzig.

"Diese Größe ist ideal, da man dazu noch keine Genehmigung braucht", erklärt Bublitz, die zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Julia Rutkewitz seit sieben Jahren im Büro der Sielmann Stiftung im Amt für Landwirtschaft in Stockach arbeitet.

Bürgermeister Rainer Stolz freut sich über ein weiteres Weiherbiotop in der Stockacher Region. Bild: Reinhold Buhl
Bürgermeister Rainer Stolz freut sich über ein weiteres Weiherbiotop in der Stockacher Region. Bild: Reinhold Buhl

So war es auch möglich, dass sich Ortsvorsteher Paul Engst vor ungefähr eineinhalb Jahren wunderte, dass "in diesem Sumpfgebiet plötzlich ein Bagger zugange war", sagte er schmunzelnd in seiner Begrüßungsrede.

Fische aussetzen verboten

Laut Erzählungen alter Bewohner soll während des Krieges genau an der Stelle des heutigen Biotops ein Panzer versunken sein. Ob das stimme, wisse er allerdings nicht genau.

Bürgermeister Rainer Stolz hob in seiner Rede die Wichtigkeit solcher Maßnahmen hervor. "Wir brauchen solche Projekte auch als Ausgleichsflächen für weitere Gewerbegebiete, die wir ebenfalls für die Entwicklung der Stadt benötigen", erläuterte Stolz, der sowohl der Sielmann Stiftung als auch dem Umweltzentrum seine weitere Unterstützung für zukünftige Projekte zusagte.

Mit dem Appell an die Bevölkerung, in diesem Gewässer keine Fische auszusetzen, endete die kleine Feier.