Es ist ungemütlich kalt und nass, aber das hält selbst die jüngsten Läufer nicht davon ab, sich an der Startlinie zu versammeln. Um 13 Uhr begann am Sonntag der achte Nikolauslauf der TG Stockach mit den Schülerstaffeln. Eltern, Lehrer und Freunde feuerten die Kinder kräftig an. Michael Fleiner hält mit seiner munteren Moderation die Stimmung hoch. Und kurz später gab es im Bürgerhaus Adler Post schon die Siegerehrung – die Organisatoren waren wie immer sehr gut aufeinander eingespielt.

Die ersten Plätze belegten im Hauptlauf Diana Reinschmiedt, Jahrgang 1988, Eva Sandrock, 1981, und Katja Gallasch, 1977, sowie Benedikt Hoffmann, Jahrgang 1984, Gerhard Schneble, 1969, und Patrick Seyfried, 2002. Damit wiederholte Hoffmann seinen Vorjahressieg. Über 150 Starter standen schließlich auf der Liste, auch fünf Firmen machten mit.

Benedikt Hoffmann, Deutscher Meister 2017 über 100 Kilometer. Bild: Claudia Ladwig
Benedikt Hoffmann, Deutscher Meister 2017 über 100 Kilometer. Bild: Claudia Ladwig | Bild: Claudia Ladwig

Doch nach den 40 Schüler-Staffeln waren erst 38 Bambinis und danach 71 Schüler dran. Zur gleichen Zeit liefen sich zahlreiche Teilnehmer des Hauptlaufes in den Seitenstraßen warm. Einige hatten sich erst kurz vor dem Lauf angemeldet. Mitorganisator Frank Karotsch ist zufrieden mit der Veranstaltung. "Dass so viele Kinder mitmachen, macht einfach Freude. Das ist die schönste Belohnung für den Aufwand." Der Nikolauslauf habe sich gut etabliert.

Drei Läufer erzählen, warum dieser Sport ihr Hobby ist

Tatjana Wehrle. Bild: Claudia Ladwig
Tatjana Wehrle. | Bild: Claudia Ladwig

Tatjana Wehrle, 14, wohnt auf der Insel Reichenau. Seit sieben Jahren macht sie Leichtathletik beim SV Reichenau und seit diesem Jahr läuft sie. "Laufen ist mein großes Hobby, es macht einfach Spaß." Sie startete in Stockach erstmals im Hauptlauf und das gemeinsam mit ihrem Vater. Auch beim Schienerberglauf, beim Reichenauer Insellauf und über zehn Kilometer in Singen war sie am Start.

Irene Erbert. Bild: Claudia Ladwig
Irene Erbert. | Bild: Claudia Ladwig

Irene Erbert, 33, lebt in Kressbronn. Sie läuft seit einem Jahr regelmäßig und ist erstmals mit ihrem Freund in Stockach. Beim Frauenlauf Lindau, dem Drei-Länder-Lauf Bregenz und anderen kleinen Wettkämpfe war sie auch dabei. Im Training entspanne und befreie sie das Laufen, sie fühle sich fitter und gesünder. Beim Rennen genieße sie aber das Glücksgefühl im Ziel und den Jubel der Menschen.

Franz-Josef Minihoffer mit Enkel Robin. Bild: Claudia Ladwig
Franz-Josef Minihoffer mit Enkel Robin. | Bild: Claudia Ladwig

Franz-Josef Minihoffer, 62, aus Sigmaringen war mit seinem Enkel Robin Schlewek, 22 Monate, da. Vor Weihnachten wollte er sportlich noch etwas tun. "Ich mache seit 2013 mit, auch mit den beiden älteren Enkeln war ich hier." Bei ihm sei das Laufen eine Suchtverlagerung vom Nikotin zum Sport. Er habe die Ernährung umgestellt und betreibe seit 2011 auch Triathlon.