Auch den Mitgliedern des DRK Ortsverein Steißlingen-Orsingen und der DLRG, Ortsgruppe Steißlingen, begegnet immer wieder Gewalt von betrunkenen oder aggressiven Menschen bei ihren Einsätzen. Groß ist der Wunsch, in solchen Situationen richtig und deeskalierend zu handeln sowie sie im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden. Der Bedarf von Rettungskräften aller Art ist erkannt, und spezielle Selbstverteidigungskurse mit theoretischem und praktischem Teil mit Rollenspielen wurden entwickelt. Genau einen solchen haben die ehrenamtlichen Helfer der Blaulichtorganisationen besucht.

Vorgehen in Konfliktsituationen

"Rechtliche Grundlagen, Verteidigungstechniken und taktisches Vorgehen in Konfliktsituationen waren nur einige der Themen unseres Selbstverteidigungskurses im Feuerwehrhaus in Steißlingen", listet DRK Bereitschaftsleiter Sven Hänsel auf. Das Ziel des speziell für den Rettungsdienst ausgelegten Sicherheitstrainings war es, den Helfern effektive Methoden in die Hand zu geben, um sich gegen jede Art von Gewalt behaupten zu können. "Wir wurden darin geschult, möglichst schnell auf Aggressionen jeder Art angemessen zu reagieren. Wir haben gelernt, dass wir eine realistische Chance haben, einen Angriff unbeschadet zu überstehen", erklärt Sven Hänsel. Auch wenn am Ende die meisten Teilnehmer ziemlich platt gewesen seien, sei die Stimmung in der Gruppe toll gewesen. Zudem könnten die Rettungskräfte jetzt bei Bedarf in zukünftigen Einsätzen eine Menge Wissen abrufen und entsprechend handeln.

Dank an die Ausbilder

Hänsel dankte den beiden Ausbildern Pascal Flohr und Headcoach Robin Baumann vom Team Krav Maga Defcon Singen. Unter der Leitung von Chefinstruktor Armin Berberich wurde ein speziell für den Rettungsdienst ausgelegtes Sicherheitstraining entwickelt, das, ähnlich wie im Polizeidienst, die Eigensicherung der eingesetzten Rettungskräfte in den Vordergrund stellt. Denn Rettungskräfte würden bei ihrer Arbeit immer häufiger behindert, beschimpft und angegriffen.