Das Modellprojekt „Ethische Beratung in der ambulanten Palliativversorgung„ von Palliativ Daheim – dem Dienst für spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) im Kreis Konstanz – und dem Palliative Care Forum, einer Initiative der Erzdiözese Freiburg, hat einen 1. Preis erhalten.

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) verlieh den „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ zum Abschluss ihres 13. Kongresses. Laut Pressemitteilung des Caritasverbandes Singen-Hegau vergab die DGP-Jury außerdem zwei gleichwertige 2. Preise. Bewertungskriterien waren Modellcharakter, Innovation, Originalität, Übertragbarkeit, Inspiration und Aktualität der Projekte.

Preis wird seit 2008 verliehen

Der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Preis wird seit 2008 von der Firma Grünenthal gestiftet. Jury-Präsidentin Gerhild Becker erklärte laut Mitteilung: „Die Jury hat sich entschieden, den Preis an innovative Projekte zu vergeben, die für das Feld der ambulanten Palliativversorgung eine Bereicherung darstellen und auch übertragbar sind, um so die Entwicklung und den Ausbau einer qualitätvollen ambulanten Palliativversorgung zu fördern und zu stärken.“

Das ausgezeichnete Projekt von Verena Wetzstein, Iris Eggensberger, Wolfgang Heintschel und Henrike Voß zeige Strategien und Möglichkeiten, um Ethikberatung im ambulanten Bereich zu implementieren und etablieren. Das Projekt habe somit Modellcharakter und könne Multiplikator für weitere Regionen sein.

Entscheidungen zu Leben und Tod

DGP-Präsident Lukas Radbruch sagte: „Die Ethikberatung gerade in der ambulanten Versorgungssituation gilt es unbedingt weiterzuentwickeln, da sich im praktischen Alltag oft dringliche Fragen zu Entscheidungen um Leben und Tod stellen, ohne dass im ambulanten Setting Ethik-Beratungsstrukturen etabliert wären.“

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Die 2. Preise gingen an Claudia Ohlsen, Regina Barthel und Roland Repp für ihr Projekt „Niemand soll alleine sterben. Digitale Sterbebegleitung in Zeiten der Corona-Pandemie„ sowie an Carsten Fuß, Vanessa Jantsch und Beatrix Gerhard für „AugenBlicke: Mit 360 Grad Videos Wunschorte erlebbar machen“.