Der Zugang zur Festungsruine Hohentwiel bleibt wegen eines kürzlichen Steinschlages und daraus resultierenden Gefahren weiterhin gesperrt. Dies berichtet das Amt Vermögen und Bau des Landes Baden-Württemberg, das auch für den Hohentwiel als Liegenschaft zuständig ist.

Der Felssturz hatte sich Ende April am Westhang oberhalb der Vorburg ereignet. Dabei löste sich aus etwa 20 Metern Höhe ein Stein aus der Felswand und zerbrach in unmittelbarer Nähe des Zugangsweges in mehrere Fragmente. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Besucher meldeten dem Festungsaufseher am gleichen Tag zahlreiche Felssplitter auf dem Zugangsweg.

Weiterer Felsabsturz nicht ausgeschlossen

In Folge des Steinschlags wurde die Festungsruine für den Besucherverkehr gesperrt. Als weiterer Schritt wurde das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau informiert. Spezialisten führten noch am selben Tag Untersuchungen an der Felswand durch. Sie ergab, dass die Möglichkeit eines weiteren Felsabsturzes nicht ausgeschlossen werden kann, da sich noch weitere labile Felsstücke an der Steilwand befinden beziehungsweise sich im Bewuchs verfangen haben und latent absturzgefährdet sind.

Eine erste Stellungnahme des Landesamtes verwies auf das Gefährdungspotenzial und riet bis zu einer abschließenden Lösungsfindung zur vorübergehenden Schließung der Festungsanlage. Das Land strebt laut Pressemitteilung die schnellstmögliche Sicherung der Festungsanlage an und befindet sich bereits auf der Suche nach einer geeigneten Fachfirma für Hang- und Felssicherungsarbeiten. Diese wird nach weiteren Untersuchungen den tatsächlichen Umfang der Felsschädigung feststellen.