Der Helferkreis Asyl in Singen (HAsyliS) ist Geschichte. Doch es geht weiter mit einer neuen Struktur als Verein. Im Beisein von rund 60 Interessierten wurde der neue Verein "InSi" im Wichernsaal der Luthergemeinde gegründet.

Das Kürzel "InSi" steht für "Integration in Singen" und der Verein will sich zukünftig um alle Migranten in Singen kümmern. 40 Gründungsmitglieder sind von Anfang an dabei. Manfred Hensler, ehemaliger Schulleiter der Robert-Gerwig-Schule, übernahm die Position des Vorsitzenden, seine Stellvertreter sind Bernhard Grunewald und Dietmar Vogler. Als Schriftführer wurde Martin Zimmermann gewählt. Noch frei ist der Posten des Kassierers.

Nachfolger des Helferkreises Asyl

Mit vielen Flaggen und Fotos hatten die Organisatoren der sehr gut vorbereiteten Gründungsversammlung den Saal geschmückt. Vor den Regularien stand auch ein Rückblick auf das, was in den letzten dreieinhalb Jahren in der Flüchtlingshilfe in Singen lief. Dabei berichteten Bernhard Grunewald, Dietmar Vogler, Miglena Abrasheva und Martina Kiehn über ihre Erfahrungen in der ehrenamtlichen Arbeit.

Nun will man sich als Verein neu aufstellen. Der neue Verein soll sich an alle Menschen mit Migrationshintergrund wenden. Auch Menschen mit Migrationshintergrund sollen mit anpacken können. Die Satzung verankert zehn Handlungsfelder: Sprache, Arbeit und Ausbildung, Bildung, Wohnen, Gesundheit, Bürgerschaftliches Engagement, interkulturelle und interreligiöse Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung in Rechtangelegenheiten und Patenschaften.

Der engere Vorstand von "InSi" besteht aus (von lins) Bernhard Grunewald (stellvertretender Vorsitzender), Manfred Hensler (Vorsitzender), Dietmar Vogel (stellvertretender Vorsitzender) und Martin Zimmermann (Schriftführer). Bild: Susanne Gehrmann-Röhm
Der engere Vorstand von "InSi" besteht aus (von lins) Bernhard Grunewald (stellvertretender Vorsitzender), Manfred Hensler (Vorsitzender), Dietmar Vogel (stellvertretender Vorsitzender) und Martin Zimmermann (Schriftführer). Bild: Susanne Gehrmann-Röhm

"Singen kann stolz sein"

Dank ging nicht nur an die ehrenamtlichen Helfer, sondern auch an die Mitarbeiter bei der Stadt Singen, allen voran an den Integrationsbeauftragten mit seinem Team sowie den Leiter des Fachbereichs Jugend, Soziales und Ordnung, Torsten Kalb, für die Vorbereitungen zur Vereinsgründung. "Ich finde Singen unbeschreiblich. Singen kann stolz darauf sein, dass hier so gute Tugenden zuhause sind", schwärmte Bernhard Grunewald, der erst seit ein paar Jahren in Singen lebt.

Hoffnung auf Spenden

"Ohne den Helferkreis hätten wir alt ausgesehen", erinnerte Oberbürgermeister Bernd Häusler an den Herbst 2014, als der Zustrom von Flüchtlingen seinem Höhepunkt entgegen ging. Seit Oktober 2014 ist auch der Integrationsbeauftragte Stefan Schlagowsky-Molkenthin in Singen tätig. "Wir machen in Singen einen Leuchtturm in Integrationsarbeit", sagte er. Zu Beginn der Flüchtlingswelle war der Integrationsbeauftragte von Helfern geradezu überrannt worden, erinnerte Bürgermeisterin Ute Seifried.

Inzwischen habe die Zahl der ehrenamtlichen Helfer zwar abgenommen, doch man wolle mit dem Verein nun klare Strukturen schaffen. Nicht zuletzt könne man als Verein nun auch Spendengelder rekrutieren, so Manfred Hensler, der die wichtigsten Punkte der Vereinssatzung erläuterte. Die Versammlung legte einen Mitgliedsbeitrag von 12 Euro im Jahr fest.

Iulia Dutascu ist zukünftig die Ansprechpartnerin der Geschäftsstelle des neuen Vereins "InSi". Bild: Susanne Gehrmann-Röhm
Iulia Dutascu ist zukünftig die Ansprechpartnerin der Geschäftsstelle des neuen Vereins "InSi". Bild: Susanne Gehrmann-Röhm

Präsentation beim Stadtfest

Der neue Verein werde sich beim Stadtfest vom 22. bis 24. Juni mit zwei Pavillons präsentieren, kündigte Hensler an. Bei der nächsten Mitgliederversammlung Anfang Juni hofft man, auch einen Kassierer wählen zu können. Der Umzug der Geschäftsstelle mitsamt den Mitarbeitern des Referats Integration ins Alte Zollhaus in der Hegaustraße 42 ist für das Frühjahr 2019 geplant. Derzeit laufen dort schon Deutschkurse, die von Dietmar Vogler und anderen gegeben werden.

Das ist InSi

  • Vorstand: Vorsitzender Manfred Hensler, stellvertretende Vorsitzende Bernhard Grunewald und Dietmar Vogler, Schriftführer Martin Zimmermann, Beisitzer: Miglena Abrasheva, Andrea Fink, Michael Greuter, Martina Kiehn, Hans Luksza, Thomas Röder, Ute Seifried, Veronika Schäfer, Gabriele Walter, Bärbel Wagner, Mona Schramm und Nicolas Buzak.
  • Ansprechpartnerin der Geschäftsstelle: Iulia Dutascu, (0 77 31) 857 03, iulia.dutascu@singen.de
  • Besucheradresse: vorläufig Freiheitstraße 2 (Blaues Haus), Singen (bis zum Umzug in das Alte Zollhaus). Eine Homepage ist noch in Arbeit.