Viel zu tun gab es am Donnerstagabend, 23. Juni, für die Freiwillige Feuerwehr Reichenau. Gleich zwei Mal musste sie ausrücken – schon vor dem Unwetter, das gegen 21.30 Uhr über die Insel zog.

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Wie aus einer Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenau hervorgeht, rückten die Einsatzkräfte das erste Mal um kurz vor 20 Uhr aus. Ein Hausbewohner des Gebäudes des Museumscafé an der Ergat in Mittelzell meldete, dass Wasser in den Keller laufe. Bei der ersten Erkundung durch Feuerwehrkommandant Andreas Schlegel sah das Problem nach seinen Worten nur nach einer „Kleinigkeit“ aus. Das Wasser habe lediglich drei Zentimeter hoch gestanden. Mit Wassersauger und Tauchpumpe hätten die Einsatzkräfte das Wasser schnell entfernen können.

Teile des Gemeindearchivs von Wassereinbruch betroffen

Dann habe die Feuerwehr eine Überraschung erlebt. „Im Keller war ein über zwei Meter tiefer Sammelschacht gefüllt mit Wasser. Im Keller befindet sich auch ein Teil des Gemeindearchivs“, schreibt Thomas Baumgartner, Pressesprecher der Feuerwehr Reichenau, in einer Pressemitteilung. Auch diesen Teil des Kellers habe die Feuerwehr wieder trocken gelegt und eine Notfallpumpe installiert.

„Es ist zum Glück ist kein Schaden entstanden“, sagt Baumgartner aus SÜDKURIER-Nachfrage. Alle in diesem Teil des Archivs befindlichen Dokumente seien unversehrt. Weil der Bewohner die Feuerwehr so schnell alarmiert habe und die Einsatzkräfte so schnell ausgerückt seien, habe Schlimmeres verhindert werden können. Grund für den nassen Keller sei wohl eine defekte Hebepumpe gewesen.

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Als dann das Gewitter gegen 21.30 Uhr übe die Insel fegte, zeigte sich, woher der Wassereinbruch gekommen sei. Eine verstopfte Dachrinne sei die Ursache gewesen. Das Regenwasser konnte nicht richtig ablaufen und sei über einen Kellerschacht eingedrungen.

Blitz soll beim Campingplatz Sandseele eingeschlagen haben

Noch während des Einsatzes im Keller des Museumscafés schickte die Integrierte Leitstelle Konstanz den nächsten Alarm. Ein Anrufer habe gemeldet, dass ein Blitz in eine Laterne beim Campingplatz Sandseele eingeschlagen hätte und es in Folge dessen, zu einem Funkenflug kam. „Die Feuerwehr konnte die gemeldete Laterne jedoch nach Ankunft vor Ort nicht finden. Auch dem Campingplatzbetreiber war auf Nachfrage nichts bekannt.

Nach längerer Suche konnte dann der Anrufer ausgemacht werden. Die Laterne, in der der Blitz eingeschlagen haben soll, war jedoch vollkommen intakt und hatte keinerlei Spuren oder Hinweise auf einen Blitzeinschlag“, schreibt die Feuerwehr. Der Einsatz wurde daraufhin beendet. (sk)