Naturschützer und Politiker, die sich für den Erhalt der Bienen einsetzen, dürften an diesem Vormittag einige neue Anhänger gefunden haben – so es die zehn Kinder nicht ohnehin schon waren. Jedenfalls gefiel das Bienenstreicheln im neuen Bienenhof auf der Reichenau im Rahmen der Kinderaktionstage fast allen Teilnehmern sehr gut.

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Es war ebenso lehrreich wie spannend und lecker, was Bienenhof-Chef Frank Winterhalter, Imker Max Christophoridis und Tamara Nestmann den Kindern boten. Wobei Winterhalter betonte, neben Honigbienen gebe es auch Wildbienen. „Die sind alle wichtig für die Natur.“

In Schutzanzügen an den offenen Bienenstock

Fast wie Astronauten sahen die Kinder in den weißen Schutzanzügen und der großen Haube mit Netz vor dem Gesicht aus. Damit durften sie ganz nah ran an einen offenen Bienenstock, mal eine Wabe voller Bienen und Honig in die Hand nehmen und auch einige Bienen auf den Händen tanzen lassen – natürlich in Handschuhen. Einige Kinder konnten sogar beobachten, wie junge Bienen schlüpfen.

Frank Winterhalter vom Bienenhof auf der Reichenau beim theoretischen Teil.
Frank Winterhalter vom Bienenhof auf der Reichenau beim theoretischen Teil. | Bild: Zoch, Thomas

Im lehrreichen Teil über das Leben der Bienen wussten manche Kinder schon etwas. Zum Beispiel, dass es pro Bienenstock nur eine Königin und sonst Arbeiterinnen und Drohnen gibt. Aber nicht, dass bis zu 40 000 Bienen in einem Stock leben, und dass diese nur sechs Wochen alt werden und dabei verschiedene Aufgaben übernehmen müssen, damit am Ende Honig entsteht.

So unterschiedlich schmeckt Honig

Einige Sorten durften die Kinder probieren. Der cremige Sommerhonig schmeckte. Beim etwas bitteren Heidehonig meinte ein Junge: „Der schmeckt nach Schwarzpulver.“ Vom miefigen Buchweizenhonig wollten nur wenige kosten. Lecker war dagegen der sanfte Sonnenblumenhonig.

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Anton meinte am Schluss: „Ich war von allem begeistert. Alles gut. Die Honige waren alle lecker. Ich liebe Honig.“ Leonhard fand zwar das Bienenstreicheln gut, aber: „Mir hat kein einziger Honig geschmeckt.“ Auch Julius fand vor allem gut, Bienen auf der Hand zu haben. Jakob schwärmte: „Mir hat‘s richtig gut gefallen – das Honigprobieren und auch draußen.“