Konstanz Wie man Burger belegt: Kinder bereiten beim Aktionstag im Restaurant Bütezettel ihre Mahlzeit zu

Im Restaurant Bütezettel wird ihnen der Spaß am Kochen vermittelt. Viele Kinder haben Vorkenntnisse, Spaß haben sie alle

Reichenau – Neben Spaghetti und Pommes dürften Hamburger ganz oben auf der Wunschspeisekarte von Kindern stehen. Zum Abschluss des Kinderferienprogramms hatten sie die Möglichkeit, ihren Burger selbst nach eigenem Geschmack zu belegen. Dabei ähnelte das Belegen der Brötchen eher einem kunstvollen Bau.

Dazu trafen sich die Kinder im Restaurant Bütezettel, wo Inhaber Philipp Kesenheimer und Mitarbeiter Jürgen Müller berichteten, dass es Burger mit unterschiedlichsten Belägen gibt. Doch bevor sie beginnen durften, erfuhren sie die wichtigste Küchenregel: Händewaschen. Danach begannen sie mit dem systematischen Schnippeln von Tomaten, Gurke und Zwiebeln. Da zeigte sich schnell, wer schon Erfahrung in der Küche hatte.

"Ich helfe oft in der Küche und schneide Gemüse", erzählte die achtjährige Olivia. Henning, neun Jahre alt, hilft ebenfalls seiner Mutter ein bisschen beim Kochen. "Ich spüle meistens das Geschirr ab. Mein Lieblingsessen ist Blumenkohl", berichtete er. "Kochen hat mir schon immer Spaß gemacht. Ich helfe Sachen schneiden, zum Beispiel für die Gemüsesuppe. Auch das Würzen macht mir Spaß. Kürbissuppe mag ich besonders", schilderte Theresa, 8 Jahre, ihre Erfahrungen.

"Immer wenn ich Zwiebeln sehe, denke ich an Pizza", murmelte die zehnjährige Nele. Zwiebeln sind überhaupt ihre Leidenschaft. "Ich habe schon sechs Scheiben gegessen. Auf der Pizza sind sie nicht so scharf. Ich habe Tränen in den Augen, aber ich kann nicht aufhören. Ich finde die so lecker. Ich esse gerne die Haut", sagte sie. Zuhause hilft sie ihrer Mutter in der Küche. Ihrer Schwester Anna helfe sie beim Kochen der Nudelsuppe. "Das kann ich nicht so gut", erklärte sie. "Bei meiner Geburtstagstorte habe ich auch geholfen", ergänzte sie. Ihre Pizza mag sie am liebsten mit Mais, Zwiebeln, Salami und Ei belegt. Von den Nudelgerichten ist Lasagne ihr Favorit. Beim Zubereiten der Burger habe ihr das Schneiden des Gemüses am meisten Spaß gemacht. Ein bisschen wählerisch ist sie beim Salat: "Den roten mag ich nicht", sagte sie bestimmt. Nele ist aber auch erfinderisch. Sie ließ sich ein Trinkröhrchen geben und schlürfte den ausgelaufenen Saft der Tomate vom Schneidbrett auf.

"In der Küche helfe ich meiner Oma mit allem, was ich kann. Spaghetti sind mein Lieblingsessen", berichtete Elias (11). Für ihn sei fast alles neu gewesen. Elias: Fenja (12) gefiel das Fleischbrutzeln und natürlich das Essen selbst. "Ich möchte kochen lernen", begründete die zwölfjährige Annika ihre Teilnahme. "Zuhause schnipple ich Gemüse. Mein Lieblingsessen ist Siedfleisch mit Meerrettich und Preiselbeeren. Hier habe ich gelernt, wie ich Fleisch anbrate, wie man eine Soße macht und was man kombinieren kann. Am meisten Spaß gemacht hat mir das Braten vom Fleisch und dann das Essen", erzählte sie. Auch für Henning (9) war die selbstgemachte Soße eine neue Erfahrung. Dazu werden Ketchup, Majonäse und Senf am besten mit einer Gabel vermischt. Pfeffer, Salz und ganz wichtig, Zucker, dienen zum Abschmecken.

"Hmm", sagte Elina (8) nach ihrem ersten Versuch. Nachdem der Geschmack etwas nachgewirkt hatte, merkte sie, dass zu viel Senf darin war. "Das ist nicht so unser Geschmack", erklärte Annika, die mithalf, deutlich. Jürgen Müller gab den Tipp, die Soße zu verlängern, etwa mehr Ketchup oder Majo hinzuzugeben, um den Senfgeschmack zu verringern. Als die Mädchen noch etwas mehr Zucker dazu gegeben hatten, lautete ihr Urteil plötzlich: "perfekt".

Das Belegen machte Elina (8) am meisten Spaß, auch wenn sie Probleme mit dem Deckel hatte, der nicht so saß, wie sie das wollte. Aber schließlich klappte das auch und er war bereit zum Reinbeißen. Olivia baute den mit Abstand höchsten Burger von allen. Ihr war es nämlich gelungen, Wirt Philipp Kesenheimer seinen Pattie – so werden die Fleischküchle genannt – abzuschwatzen. "Den schaffe ich nicht", gab sie schließlich zu.

 

Burger-Rezept

Burger lassen sich mit Hackfleisch (Rind oder gemischt), Putenstreifen, vegetarisch mit Gemüsebratlingen oder anderen Materialien belegen. Das Restaurant Bütezettel hatte Rinderhack vorbereitet, das die Kinder zu Kugeln formten. Diese drückten sie möglichst rund platt. Gebraten werden diese in Öl bei mittlerer Hitze. Im Warmhalterost wird eine Scheibe Emmentaler überbacken. Der Gemüsebelag besteht aus frischem Gemüse: Tomate, Gurke, Zwiebel und Salat. Als Soße können Ketchup oder Majonäse dienen. Aber zusammen mit Senf, Pfeffer, Salz und Zucker kann auch eine eigene kreiert werden. Als Brötchen können die typischen amerikanischen verwendet werden oder beliebige andere. Das Restaurant Bütezettel lässt sich von einem Reichenauer Bäcker Brötchen nach eigenen Vorstellungen backen. (nea)

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