Die Feuerwehr Radolfzell kann weit mehr als Retten, Löschen, Bergen, Schützen. Daran ließ Feuerwehrkommandant Helmut Richter im Radolfzeller Seniorenrat keinen Zweifel aufkommen. Richter war zu einer Informationsveranstaltung ins Mehrgenerationenhaus eingeladen worden, um den zahlreich erschienenen Zuhörern Rede und Antwort rund um die Arbeit der Feuerwehr zu stehen. Dabei lag Richter mit seinen 45 Jahren Diensterfahrung vor allem die Aufklärung über Feuer- und Rauchvergiftungsprävention am Herzen.

Feuerlöschspray und Löschdecke helfen

„Natürlich fängt alles damit an, die richtige Telefonnummer im Falle eines Notrufes zu wählen, und das ist europaweit die 112,“ stellte Richter klar. Und bis zum Eintreffen der Feuerwehr können ein Feuerlöschspray und eine Löschdecke sehr hilfreich sein. Beides sei in gut sortierten Baumärkten erhältlich oder im Internet bestellbar. Der klassische Feuerlöscher hingegen sei nur denjenigen empfohlen, die wirklich in der Lange sind, diesen fachgerecht zu handhaben. „Ein Feuerlöscher ist ein Gerät, das geübt gehandhabt werden muss und dabei auch noch einiges wiegt“, erklärte Richter.

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Auch Kohlenmonoxyd-Melder Rauchmelder nötig

Doch der beste Schutz vor Schaden sei nach wie vor die Vorsorge. Und da wurde Richter nicht müde, den inzwischen gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder in geschlossenen Räumen als alternativlos zu loben: „Ohne den hätten wir weit mehr Todesopfer zu beklagen.“ Außerdem sei ein Kohlenmonoxyd-Melder eine lohnende Investition. „Kohlenmonoxyd ist unglaublich tückisch,“ warnte der Fachmann. „Es riecht nicht, man sieht und hört es nicht, es dringt durch jede Ritze und führt schon in geringen Mengen zu Übelkeit, Schwindel und Handlungsunfähigkeit“, schilderte Richter die Symptome, die das Gas verursacht, das bei unvollständiger Verbrennung entsteht. „Eine tödliche Gefahr, die durch einen CO-Melder rechtzeitig erkannt wird.“

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Und was für Tipps gibt es mit Blick auf brennende Kerzen auf dem Adventskranz und am Weihnachtsbaum? „Niemals vergessen, die Kerzen zu löschen und offenes Feuer auf gar keinen Fall unbeaufsichtigt lassen.“