Der Radolfzeller Fasnachtsauftakt ist seit Jahren eng mit dem Schlachtplatten-Fest vor dem Zunfthaus der Narrizella Ratoldi verbunden. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Damit die Radolfzeller dennoch in den Genuss der Spezialität kommen können, hat sich die Narrizella kurzerhand für ein Liefermodell entschieden. Am Samstag war es soweit.

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Direkt in der Fertigungsstätte der fleischlichen Anteile der Schlachtplatte stellten die Zunftmitglieder innerhalb von zwei Stunden stolze 300 Portionen her. Im Hirschen in Horn, wo der Betrieb auch seine eigenen Fleisch- und Wurstwaren verarbeitet, ging es entsprechend arbeitsam zu. Während die Blut-, Leberwurst und das Kesselfleisch am Tag zuvor von Hirschen-Koch und Heufresser-Präsident Sebastian Amann hergestellt wurde, kamen der Kartoffelbrei und das Sauerkraut aus der Küche der Mettnaukur. In mehreren Arbeitsschritten wurden die Anteile der Schlachtplatte vorbereitet und anschließend in Handarbeit in transportfähige Schalen gefüllt.

75 Kilogramm Kartoffelbrei

Zunächst galt es die über 600 Wurstwaren in einem mächtigen Wasserkocher zu erhitzen. Gleichzeitig wurde das Kesselfleisch in portionsgroße Stücke geschnitten. Hier kam die Erfahrung von Dieter Karrer zum Tragen, der als gelernter Metzger bestens mit dem Messer umgehen kann. Danach wurden alle Bestandteile in die Transportschälchen gefüllt. Jeweils 75 Kilogramm Kartoffelpüree und Sauerkraut sowie das Fleisch von zwei Schweinen wurden verteilt. Als letzter Arbeitsschritt folgte die Auslieferung durch mehrere Fahrer direkt zu den Kunden. Etwas weniger als die Hälfte der Schlachtplatten wurde ab 11.30 Uhr im Zunfthaus an die Kunden übergeben.

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Damit hat die Narrizella in diesem Jahr rund doppelt so viele Portionen von der Schlachtplatte verkauft, wie in den „normalen“ Jahren zuvor. Entsprechend erfreut zeigte sich Präsident Martin Schäuble über die große Nachfrage: „Wir wären schon froh gewesen, wenn wir das Niveau der Vorjahre gehalten hätten“, verriet er.

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