Der Vorfall ereignete sich am Samstag gegen 15.50 Uhr am Bahnübergang beim Naturfreundehaus Markelfingen. Dies teilt das Polizeipräsidium Konstanz in einer Pressemeldung mit. Demnach habe der 48-Jährige mit weiteren Personen einen Anhänger mit einer Segeljolle über den Bahnübergang geschoben, obwohl der Mast des Bootes nicht umgelegt war. Der Hänger war laut der Mitteilung nicht für den Straßenverkehr geeignet. Deswegen sei er teils mit dem Auto gezogen, teils von Personen geschoben worden, so Informationen des Führungs- und Lagezentrums am Polizeipräsidium Konstanz. Als der Mast der Jolle die Oberleitung berührte, erhielt der 48-Jährige einen Stromschlag, so die Pressemeldung.

Durch den Unfall wurde auch die Oberleitung der Bahn beschädigt, wie die Bundespolizei Konstanz mitteilt, die für Unfälle im Zusammenhang mit der Bahn zuständig ist. Deswegen blieb die Strecke von Konstanz nach Radolfzell ab etwa 16 Uhr bis gegen 17.30 Uhr gesperrt. Ehe der Verkehr wieder freigegeben werden konnte, habe nicht nur ein Notfallmanager der Deutschen Bahn, sondern auch ein weiterer Techniker den Schaden begutachtet, berichtet Christian Werle, Pressesprecher der Bundespolizei-Inspektion Konstanz. Durch die Sperrung gab es Behinderungen im Bahnverkehr: "Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen", heißt es in der Mitteilung der Bundespolizei.

Unfall am Bahnübergang beim Naturfreundehaus in Radolfzell-Markelfingen
Bild: Bundespolizei Konstanz

Bei der Pressestelle der Deutschen Bahn (DB) in Berlin hieß es am Sonntag, um 17.14 Uhr sei ein Gleis wieder befahrbar gewesen, kurz vor 17.30 Uhr das zweite. Züge der DB seien in Bahnhöfen zum Stehen gekommen. Längerwierige Schäden habe es nicht gegeben, für die DB sei der Störfall abgeschlossen, so der Sprecher. Von der SBB GmbH, die den Seehas zwischen Konstanz und Engen betreibt, war am Sonntag keine Information zu bekommen.