Seine Fans schwärmen in den höchsten Tönen. Mit Laith Al-Deen gastierte ein herausragender Künstler beim ersten Musikfestival im Milchwerk. Seine Live Acoustic Tour sei keine Tour im eigentlichen Sinne, sondern eine nie endende Konzertreise, auf deren Stopp in Radolfzell der Songwriter rund 400 Besucher begeisterte.

Laith Al-Deen erzählte im Konzert vom Abschied und vom Aufbruch, von neuen Leidenschaften und überschäumenden Träumen in schlaflosen Nächten. Mit seinen Liedern verlieh der gefühlvolle Barde seinen Gästen Flügel zum kleinen Heldentum. Seine brillanten Schlagzeuger und Akustik-Gitarristen gaben in ihren Soli genügend Raum für ein geschmeidiges Weiterträumen in verwegener Tapferkeit. Laith Al-Deens Liedverläufe sind derartig einprägsam, dass sein Publikum sie ihm stellenweise abnahm, von alleine weiter trällerte und selbst zum freudig aktiven Teil des Konzertes wurde. Nur sehr selten ist eine Symbiose anspruchsvoller Lyrik mit präzise gespielten Harmonien und berauschendem Mitmachcharakter so gelungen. Hier hören sich die Besucher nicht satt. Mancher Gast folgte dem Künstler und Charmeur schon zum sechsten Mal zu einem Auftritt.

"Das Konzert öffnete mein Herz und berührte mich. Das reicht doch schon", schwärmte etwa Sandra Kuppinger von der Höri. "Was, wenn alles gut geht?", fühlte sie sich vom Aufdruck seines T-Shirts zu neuen Ansichten inspiriert. Heide Behrle von der Reichenau erlebte Laith Al-Deen zum ersten Mal live und als sehr offen, bodenständig und sympathisch: "Ich bin sehr überrascht." Bisher kannte sie nur wenige Lieder des Künstlers. Ralf Knoblauch aus Radolfzell beurteilte Al-Deens Musik als schön für das Gemüt. Sehr angenehm seien seine schönen Texte in deutscher Sprache mit ihren Rhythmen und guten Beats. Gordon Hügel aus Konstanz ist ein großer Al-Deen-Fan. Er ist häufiger auf dessen Konzerte und bedauerte zunächst die Akustik des Raumes für die brillante Livestimme des Musikers, die jedoch von Lied zu Lied immer besser wurde.