Zum 43. Mal fand am Samstag das Radolfzeller Altstadtfest statt. Zahlreiche Besucher strömten zu dem nach dem Hausherrenfest größte Fest der Stadt. Dabei waren die äußeren Bedingungen alles andere als ideal. Bei Temperaturen unter 20 Grad und zum Teil leicht regnerischem Wetter hatten es vor allem die Verkäufer des traditionellen Kinderflohmarktes nicht ganz leicht, die Waren an den Käufer zu bringen. In den frühen Vormittagsstunden musste daher so mancher Standbetreiber seine Waren gegen leichten Regenfall schützen. Doch insgesamt zeigten sich alle Beteiligten zufrieden mit dem Verlauf.

Beim Kinderflohmarkt des Familienverbandes wechseln viele Dinge ihren Besitzer. Dieser Flohmarkt ist fester Bestandteil des Altstadtfests.
Beim Kinderflohmarkt des Familienverbandes wechseln viele Dinge ihren Besitzer. Dieser Flohmarkt ist fester Bestandteil des Altstadtfests. | Bild: Jarausch, Gerald

Bei den Holzhauern der Narrizella auf dem Seetorplatz, wo in den vergangenen Jahren immer rund 800 Würstchen verkauft wurden, nutzen auch diesmal wieder viele Besucher des Festes die überdachten Sitzmöglichkeiten. Sie nahmen eine zünftige Mahlzeit zu sich und ließen sich gleichzeitig von der Holzhauermusik unterhalten. Musik ist ohnehin ein wichtiger Bestandteil des Altstadtfestes. An vielen Stellen in der Stadt erklangen Musikgruppen. Ob vor dem Herstellerverkaufszentrum seemaxx, Hinter der Burg, auf dem Marktplatz oder in der Löwengasse – bis in die Abendstunden konnten sich die Besucher an vielen Orten unterhalten lassen. Entsprechend lang fiel für die Verantwortlichen der Arbeitstag aus. Kim Behrens von der Tourismus-und Stadtmarketing GmbH zum Beispiel war bereits morgens um 6 Uhr zum Aufbau der Stände zugegen und musste bis zum Veranstaltungsende aushalten. Zusammen mit einem Team von über zehn Personen bewerkstelligte sie das Mammutprogramm des Tages. "Selbstverständlich mit vielen Pausen", wie sie betonte. Die hatte sie auch nötig, denn noch in den Abend- und Nachtstunden begannen die Aufräumarbeiten. "Hier muss am Sonntagmorgen alles Picobello sein", sagte sie.

Auch sonst verlief das Altstadtfest sauber und geordnet. Zumindest konnte Kim Behrens in den Abendstunden keinerlei Vorkommnisse vermelden. Die Zufriedenheit, die über den Tag bei den Besuchern gewachsen war, hatte viele Gründe. Denn das Angebot des Altstadtfestes wird seit Jahren ausgebaut. So findet sich zum Beispiel seit zwei Jahren auf dem Gerberplatz ein spezieller Bereich für Kinder. Hier ist die beliebte Puppenspielbühne aufgebaut und verschiedene Unterhaltungskünstler sorgen für ein kurzweiliges Programm, dass auf die Kinder zugeschnitten ist.

Fühlt sich sichtlich wohl in Radolfzell: Der Stadtpräsident aus der Partnerstadt Amriswil, Martin Salvisberg (rechts), mit OB Martin Staab (links) und dem Markelfinger Ortsvorsteher Lorenz Thum.
Fühlt sich sichtlich wohl in Radolfzell: Der Stadtpräsident aus der Partnerstadt Amriswil, Martin Salvisberg (rechts), mit OB Martin Staab (links) und dem Markelfinger Ortsvorsteher Lorenz Thum. | Bild: Jarausch, Gerald

Die Anzahl der Stände in den Straßen der Innenstadt belief sich auf rund 100. Bis in die Abendstunden vergnügten sich die Besucher auf der Straße und in den geöffneten Lokalen, um den Tag bei Livemusik ausklingen zu lassen. Wie gut es auch auswärtigen Besuchern in Radolfzell gefällt, zeigte unter anderem der Besuch des Stadtpräsidenten aus Amriswil. Martin Salvisberg aus der schweizerischen Partnerstadt lobte das Ambiente der Stadt und des Altstadtfestes: "Ich komme gerne nach Radolfzell. Das ist einfach eine sehr schöne Stadt."