"Er hat die Schüler genauso gern wie die Lehrer", klang das selbstverfasste Loblied der Klasse 4b von der Bühne herab. Er war der Lotse, der die Schule in guter Zusammenarbeit mit allen Beteiligten durch alle Strömungen leitete. Werner Duffner, dem Lob und Dank aller Wegbegleiter galt, wurde am Freitag dem 13. mit einer fröhlichen Feier in den Ruhestand verabschiedet. Der langjährigen Rektor der Schule Mühlhausen verlässt die Bildungseinrichtung und auch seine Frau Inge tritt als Leiterin der Grundschule in der benachbarten Stadt Engen zum Schuljahressende in den Ruhestand.

Über das Datum hat sich der scheidende Rektor nicht gewundert, denn die Zahl 13 sei ihm immer wieder begegnet. In Mühlhausen standen ihm 13 Kollegen zur Seite, im Klassenzimmer Nummer 13 unterrichtete er seine letzten 13 Schüler der Werkrealschule und es war an einem Freitag den 13., als er sich als Konrektor um das Amt des Rektors bewarb. Dass das Schulamt mit seiner Berufung die richtige Entscheidung getroffen hatte, zeigte auch die Abschiedsfeier in der Mägdeberghalle, die das Kollegium und die Schüler ohne sein Wissen gestaltet hatten.

Gelassener Umgang mit Schwierigkeiten

Mit vielen Liedern und der Übergabe kleiner nützlicher Geschenke gegen aufkommende Langeweile oder schlechte Laune verabschiedeten sich die 160 Schüler auf humorvolle Weise. Karlheinz Deußen vom Staatlichen Schulamt Konstanz schloss sich an und stellte seiner Rede die Verabschiedung in Behördensprache voran. Zur Belustigung der zahlreichen Gäste versetzte er gemäß verschiedener Paragraphen kraft Gesetzes Werner Duffner in den Ruhestand.

"Nach 20 Jahren Schulleitungstätigkeit und fünf Jahren in der Funktion eines Konrektors kann es nur ein Herantasten an einzelne Schwerpunkte sein", gab Deußen einen Rückblick auf die einzelnen Stationen. "Ihre Motivation bis heute war über die unterrichtliche Tätigkeit hinaus, Schulleben zu gestalten und Veränderungen zu meistern." Duffner sei den Herausforderungen gerecht geworden, habe die Anerkennung von Schülern und Lehrern erworben, sich kritisch konstruktiv und hilfsbereit in der Lehrerfortbildung eingebracht und sei Schwierigkeiten mit Gelassenheit und Humor begegnet.

Anerkennung für weitsichtiges Agieren

Bürgermeister Hans-Peter Lehmann dankte für gesamt 33 Jahre Dienst in der Schule Mühlhausen. In der Zeit habe sich die Schullandschaft gehörig verändert: "Werner Duffner hat die Zeichen der Zeit erkannt und Beschaffungsmaßnahmen und Veränderungen in Gang gesetzt." Im Rahmen der Reformen habe er die Schule zu einer stabilen zweizügigen Grundschule entwickelt. Auch Elternbeirats-Vorsitzende Birgit Döring bescheinigte Duffner Weitblick. Er habe stets erkannt, was richtig und was wichtig ist und sich für die Belange der Eltern eingesetzt. In diesem Zusammenhang hob sie die Einführung der Ganztagsbetreuung hervor.

Selbst seit zwölf Jahren an der Schule, dankte Christina Gnirrs im Namen des Kollegiums: "Sie hatten für jeden ein offenes Ohr und haben sich allen Herausforderungen gestellt." Duffner war am Ende des Programms überwältigt und gerührt: Sein Dank galt allen Kollegen und Vorgesetzten, die ihn auf seinem beruflichen Weg begleitet haben.