Drei Seenotfälle haben die Wasserschutzpolizei, die DLRG Konstanz und die Feuerwehr Konstanz am Sonntag in Atem gehalten. Die Boote gerieten dabei fast zeitgleich in Schwierigkeiten.

Einsätze in Allensbach und auf dem Überlinger See

Vor Allensbach kenterte ein Segelboot, zwei Personen konnten von der DLRG aus dem Wasser gezogen werden, die DLRG-Kräfte bargen das Boot, wie Clemens Menge, Vorsitzender der DLRG Konstanz, berichtet.

Nur fünf Minuten später wurden die Rettungskräfte zu einem Unfall auf dem Überlinger See zwischen der Insel Mainau und Birnau gerufen. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Einsatz, zuständig für die Information über die Wasserschutzpolizei, berichtet, hatten die havarierten Segler dort bereits einen anderen Bootsführer um Hilfe gebeten. Er brachte die beiden Segler in Unteruhldingen an Land, die Wasserschutzpolizei und die DLRG konnten ihre Kräfte abziehen.

Vor Ludwigshafen hilft die DLRG einer Katamaran-Besatzung

Die DLRG Konstanz bekam es zudem mit einem gekenterten Boot zwischen Sipplingen und Ludwigshafen zu tun. DLRG-Kräfte vor Ort hätten beim Eintreffen der Konstanzer den Katamaran schon gesichert und die Besatzung, zwei Personen, an Bord genommen, worüber Clemens Menge informiert.

Wasserschutzpolizei und DLRG ziehen Bilanz

"Es war ein bewegter Tag, vor allem, weil alle Einsätze zeitgleich kamen", resümiert der Sprecher des Polizeipräsidiums Einsatz das Geschehen. Grundsätzlich empfehle die Wasserschutzpolizei Hobby-Seglern, ihre Fähigkeiten an solchen Tagen nicht zu überschätzen. Der Deutsche Wetter-Dienst habe eine klare Sturmwarnung ausgegeben.

Ähnlich sieht es Clemens Menge von der DLRG: "Das Wetter ist tückisch, weil ein böiger Wind aus Westen herrscht, der schwer einschätzbar ist", sagt er. Er verstehe die Bootsführer, weil diese Wetterlage auf dem See viel Spaß mache. Trotzdem sei es zu gefährlich, bei Sturmwarnung draußen zu bleiben. "Die, die kenterten, haben sich überschätzt." Zudem sei es unabdingbar, Rettungswesten zu tragen – bei den in Not Geratenen sei dies allerdings der Fall gewesen.